Oreca von TDS Racing siegt bei ELMS in Spielberg

Von Oliver Müller
ELMS
Triumphator am Red Bull Ring: Der Oreca 05 von Thiriet By TDS Racing

Triumphator am Red Bull Ring: Der Oreca 05 von Thiriet By TDS Racing

Trotz zweier Wechsel der Fahrzeugnase konnten Pierre Thiriet, Mathias Beche und Ryo Hirakawa den dritten Saisonlauf der European Le Mans Series auf dem Red Bull Ring gewinnen. Platz zwei ebenfalls an einen Oreca 05.

Auf dem Red Bull Ring in Spielberg fand der dritte Saisonlauf der European Le Mans Series (ELMS) statt. Im kontinentalen Pendant zur Sportwagen-WM (FIA WEC) sind jedoch die grossen LMP1-Renner vom Schlage eines Audi R18, Porsche 919 Hybrid oder Toyota TS050 Hybrid nicht startberechtigt. Dementsprechend machen die LMP2-Modelle den Gesamtsieg unter sich aus. Und dieser ging in der Steiermark (wie schon beim zweiten Saisonlauf in Imola) an den Oreca 05 von Thiriet By TDS Racing mit den Piloten Pierre Thiriet, Mathias Beche und Ryo Hirakawa.

Dabei wurde es dem französischen Team während des 4-Stunden-Rennens nicht gerade einfach gemacht: Nach ca. anderthalb Stunden im Rennen musste ein Boxenstopp vorgezogen werden, da das vordere, rechte Licht nicht mehr richtig funktionierte. Beim Service wurde gleich die gesamte Nase gewechselt – was dem Wagen ein interessantes Design verpasste. Denn das Ersatzteil war in den Farben von KCMG beklebt - die mit dem selben LMP2-Modell ja bekanntlich einen einmaligen Auftritt bei den 24 Stunden von Le Mans hatten. (Übrigens: Der KCMG-Oreca 'wohnt' unterjährig bei Christian Rieds Proton-Competition-Team in Ummendorf im Landkreis Biberach).

Der verfrühte Stopp hatte zur Folge, dass Gentleman-Pilot Pierre Thiriet gegen Rennende nochmals ins Fahrzeug musste, um seine minimale Fahrzeit einhalten zu können.
Nachdem die zweite Nase ebenfalls Probleme mit dem Licht machte, wurde beim letzten Boxenhalt kurzerhand nochmals ein Tausch vollzogen (das Original wurde inzwischen wieder funktionstüchtig gemacht) - und so konnte der Oreca hübsch zum Sieg am Red Bull Ring fahren. Für den Schweizer Mathias Beche war es eine perfekte Vorbereitung auf die anstehenden 6 Stunden am Nürburgring, bei denen er in den Rebellion R-One (LMP1) steigen wird.

Und auch der zweite Platz ging an einen Oreca 05. Im Wagen von Eurasia Motorsport platzierten sich Tristan Gommendy, Junjin Pu und Nico Pieter de Bruijn vor dem Gibson 015S (G-Drive Racing) von Ford-GTE-Werksfahrer Harry Tincknell, Ex-Formel-1-Pilot Giedo van der Garde und Simon Dolan. Auch letztgenanntes Trio hatte gegen Rennende ein Drama zu überwinden. Gerade als Harry Tincknell vom letzten Boxenstopp aufbrach, drehte sich vor ihm der Morgan des Pegasus-Racing-Teams. Der Brite konnte nicht mehr ausweichen und musste zur Reparatur der linken Fahrzeugfront erneut zum Service. Doch eine (aufgrund des Zwischenfalls einberufene) Safety-Car-Phase sorgte dafür, dass der Gibson nicht zu viel Zeit verlor und das Podium gesichert werden konnte. Der BR01 von Coletti/Leal/Wirth (SMP Racing) und der Ligier JS P2 von Munemann/Pizzitola/Hirschi (Algarve Pro Racing) komplettierten die Top 5.

Bei den LMP3 (wo ausser 19 Ligier JS P3 keine anderen Modelle zum Rennen in der Steiermark aufkreuzten) gewannen Alex Brundle, Christian England und Mike Guasch (United Autosports), nachdem die ursprünglichen Klassensieger David Droux, Dino Lunardi und David Hallyday (Duqueine Engineering) nach dem Rennen noch eine Strafe erhielten. Die in der Kategorie vorgeschriebene minimale Boxenstopp-Zeit wurde nicht eingehalten.
In der GTE-Klasse (hier dürfen die Fahrzeuge maximal den Baustand des Jahres 2015 haben) gab es einen Dreifachsieg für den Ferrari 458 GTE.

Hier das Ergebnis des dritten Saisonlaufs der ELMS

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