Endurance-WM

Langstrecken-WM: Hiobsbotschaft für Philipp Steinmayr

Von - 03.10.2019 10:24

Es war ein unerfreuliches Wochenende für Philipp Steinmayr. Der Oberösterreicher verlor nicht nur den Titel in der IOEM Superbike an Nico Thöni, auch in der Langstrecken-WM muss er sich einen neuen Platz suchen.

Vom dritten bis zum elften und vorletzten Lauf führte Philipp Steinmayr die Meisterschaft in der IOEM Superbike an. Beim alles entscheidenden Rennen musste er sich Nico Thöni (racing4fun-BMW) geschlagen geben und damit den Staatsmeistertitel seinem Konkurrenten überlassen. Zum vierten Mal in Folge musste sich der ESA-Yamaha-Pilot mit dem Vizemeistertitel begnügen.

Es sollte an diesem Wochenende nicht der einzige Rückschlag für den 26-jährigen Oberösterreicher sein.

Am Samstagabend erhielt Steinmayr von Wojcik Racing die nicht erwartete Mitteilung, dass er nicht länger Teil der Mannschaft sei. Erst eine Woche davor hatte man gemeinsam beim Bol d’Or als 13. der Gesamtwertung den vierten Platz in der Superstock-Klasse erreicht, wobei sich der Österreicher bei schwierigsten Bedingungen als der schnellste Fahrers des polnischen Yamaha-Teams erwies.

«Mir wurde vom Teamchef lapidar mitgeteilt, dass ich nicht länger Teil von Wojcik Racing bin. Die Mannschaft soll ab sofort den Status eines polnischen Nationalteams erhalten. Deshalb dürfen auch nur noch Fahrer mit polnischer Staatsbürgerschaft eingesetzt werden», erzählte ein sichtlich enttäuschter Steinmayr.

«Die Entscheidung kam für mich aus heiterem Himmel. Nach unserer erfolgreichen Zusammenarbeit hätte ich mir gewünscht nach Ende der WM-Saison 2018/2019 davon in Kenntnis gesetzt worden zu sein, dann hätte ich mich um Ersatz umsehen können. Mit dem zweiten Platz von Oschersleben hätte ich gute Karten gehabt, ein anderes Team zu finden. Jetzt sind die meisten Plätze besetzt.»

«Wie auch immer, ich habe bereits meine Flugtickets für das Acht-Stunden-Rennen in Sepang, auf das ich mich bereits gefreut habe, und würde gerne dort fahren. Wenn jemand nach einem Fahrer sucht, ich stehe kostenlos zur Verfügung. Vielleicht liest ein Teamchef diesen Artikel und gibt mir noch die Chance, einen Weg zurück in die Endurance-Weltmeisterschaft zu finden.»

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