6h Silverstone: Erste GTE-Teams sind schon am Testen

Von Oliver Müller
FIA WEC

Die FIA WEC begeht im August in Silverstone den dritten Saisonlauf. Um perfekt auf das Rennen vorbereitet zu sein, haben sich die Teams von Ford und Aston Martin auf der Strecke in England zu Testfahrten eingefunden.

Nach den 24 Stunden von Le Mans befand sich die Sportwagen-WM (FIA WEC) in einer Art Sommerschlaf. Viele Teams/Hersteller nutzten die Zeit, um Teilen ihrer Belegschaft ein paar Tage Urlaub zu gönnen. Doch allmählich gehen die Zeichen nun wieder in Richtung Racing. Bereits am kommenden Wochenende bestreitet der kontinentale europäische Ableger der FIA WEC auf dem Red Bull Ring sein erstes Post-Le-Mans-Rennen. Für die ELMS (European Le Mans Series) wurden 42 Fahrzeuge für den Auftritt in der Steiermark gemeldet. Die FIA WEC hat dagegen noch gut vier Wochen Zeit, bis es am Wochenende des 18./19. August auf der Strecke in Silverstone wieder ernst wird.

Nichtsdestotrotz nutzten erste Teams gerade die Möglichkeit, auf der 5,901 Kilometer lange Strecke im Nordwesten Londons zu Testfahrten auszurücken. Zumindest die GTE-Mannschaften von Ford und Aston Martin wurden dabei gesichtet. Vor allem für Aston Martin zählt aktuell jeder Kilometer. Denn der für die Saison 2018/19 neu entwickelte Vantage AMR hat noch nicht wirklich den durchschlagenden Erfolg bewiesen.

Zwar brachten die Regelhüter für die Zeit in Le Mans insgesamt drei verschiedene BoP-Einstufungen heraus, jedoch fuhren die britischen Wagen im 24h-Rennen (wie auch zuvor bei den 6h von Spa-Francorchamps) hinterher. Insbesondere am Top-Speed fehlte es den Vantage AMR zu Saisonbeginn. Während Ford in Le Mans auf den langen Hunaudières-Geraden bis zu 308,2 km/h schaffte, kam Aston Martin lediglich auf maximal 301,3 km/h.

Beim Downforce liegen die Aston Martin dagegen gut mit bei der Musik. Auch hier bringt der Blick auf die Strecke in Le Mans einen guten Vergleich. Den Bereich der Porsche-Kurven hatte Aston Martin im Rennen an der Sarthe mit einer Zeit von 17,442 Sekunden durchfahren können. Lediglich die beiden BMW M8 GTE (mit 17,300 bzw. 17,415 Sekunden) waren hier schneller unterwegs. Gerade dieser Fakt dürfte den britischen Wagen für das Heimspiel in Silverstone aber zugute kommen, denn dort ist ordentlich Anpressdruck gefragt. Den Test in Silverstone unternahm übrigens Werkspilot Nicki Thiim.

Ford rückt nach Le Mans regelmäßig zu Testfahrten in England aus. Zumeist liegt der Hauptaugenmerk dabei auf dem besseren Verständnis der drei Slickreifen-Mischungen. Hier hatte der amerikanische Hersteller in der abgelaufenen Saison im Vergleich zur Konkurrenz etwas hinten gelegen. Doch seit Saisonbeginn scheint dies bereits ausgemerzt zu sein.

Das Rennen in Silverstone ist der letzte europäische Auftritt der FIA WEC im Kalenderjahr 2018. Danach gastiert die WM nur noch bei zwei Rennen in Asien. Vom 12. bis 14. Oktober geht es zunächst in Fuji (Japan) zur Sache, bevor vom 16. bis 18. November in Shanghai (China) gefahren wird. Dort gibt dann sogar Corvette einen Gastauftritt in der GTE-Pro-Klasse.

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