6h Fuji: Erneut ist der Ginetta LMP1 nicht am Start

Von Oliver Müller
FIA WEC
Der Ginetta G60-LT-P1 bei den 24h von Le Mans 2018

Der Ginetta G60-LT-P1 bei den 24h von Le Mans 2018

Auch beim nächsten Rennen der FIA WEC im japanischen Fuji werden nur acht Fahrzeuge das Kontingent in der LMP1-Klasse bilden. Trotz neuem Motorenpartner hat Ginetta den G60-LT-P1 zurückgezogen.

Es war fast schon zu erwarten, doch mit Veröffentlichung der letzten Entrylist folgte nun die finale Bestätigung. Der Ginetta G60-LT-P1 wird auch den FIA-WEC-Lauf im japanischen Fuji (14. Oktober) auslassen. Der britische LMP1 hatte zuvor bereits beim Heimspiel in Silverstone mit Abwesenheit geglänzt. Ginetta stieg gerade erst vor der 'Super-Season' 2018/19 in die Sportwagen-WM ein. Nachdem beim Saisonauftakt in Spa-Francorchamps aufgrund fehlender Geldmittel aus China nur die freien Trainingssitzungen bestritten wurden, konnten beim Highlight in Le Mans jedoch zwei Boliden an den Start gebracht werden.

Beim großen Klassiker an der französischen Sarthe fuhren die G60-LT-P1 getauften LMP1-Renner der Klassenkonkurrenz aber meilenweit hinterher. Als einen der Hauptgründe für die fehlende Performance sah Ginetta den im Heck verbauten Mecachrome-Motor, welcher vom aktuellen Formel-2-Aggregat abgeleitet ist. Nach den 24 Stunden von Le Mans folgte der Wechsel zum neuen Motorenpartner AER, der zum angesprochenen Auslassen des WEC-Laufs in Silverstone führte.

Zunächst verkündete Ginetta, beim anstehenden Lauf im japanischen Fuji wieder mit von der Partie sein zu wollen. Doch das hätte auch einen großen logistischen Extra-Aufwand benötigt. Denn das Schiff, in welchem die FIA WEC einen Großteil ihrer Fracht auf den Seeweg in Richtung Japan verschiffte, verließ den Hafen von Southampton bereits am 27. August. Am kommenden Sonntag wird der Frachter schon in Tokio erwartet.

Somit werden beim vierten WEC-Lauf des Jahres wieder nur acht LMP1-Boliden antreten. Zu den beiden Werks-Toyota TS050 Hybrid mit Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López bzw. Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Fernando Alonso gesellen sich sechs Privatwagen. Insbesondere die beiden Rebellion R13 sind mit André Lotterer, Neel Jani und Bruno Senna bzw. Mathias Beche, Gustavo Menezes und Thomas Laurent wieder stark besetzt. Senna hatte das Rennen in Silverstone aufgrund eines Unfalls im freien Training nicht fahren können.

Auch bei SMP Racing sind wieder sechs Piloten am Start, weil Matevos Isaakyan zurück an die Seite von Stéphane Sarrazin und Egor Orudzhev kehrt. Prominent besetzt ist auch der zweite BR1/Dallara der russischen Equipe, in dem Mikhail Aleshin, Vitaly Petrov und Jenson Button die Lenkradarbeit verrichten.

Änderungen im Cockpit gibt es auch im Kunden-BR1 von DragonSpeed. Hier spannt Stammfahrer Ben Hanley mit James Allen zusammen, der aus der LMP2-Klasse aufsteigt. Auch das ByKolles Racing Team hat ein neues Line-up. Hier werden Oliver Webb, Tom Dillmann und James Rossiter in Japan den ENSO CLM-NISMO steuern. Hier die Entrylist der WEC in Fuji zum Nachlesen.

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