4h Silverstone: Toyota liegt auch samstags in Front

Von Oliver Müller
Zeigt der Konkurrenz bei der FIA WEC in Silverstone weiterhin die Rücklichter: Der Toyota TS050 Hybrid

Zeigt der Konkurrenz bei der FIA WEC in Silverstone weiterhin die Rücklichter: Der Toyota TS050 Hybrid

Kazuki Nakajima fährt im dritten freien Training der Sportwagen-WM (FIA WEC) im Toyota TS050 Hybrid die Bestzeit. Beide Rebellion R13 weiterhin stark unterwegs. Ferrari in der GTE-Klasse mit Bestmarke im Training.

Beim Saisonauftakt der Sportwagen-WM (FIA WEC) in Silverstone sind die freien Trainings beendet. In der dritten Session, die am heutigen Samstag ausgetragen wurde, setzte erneut Toyota die Bestzeit. Mit 1:37,014 Minuten lag Kazuki Nakajima, der gemeinsam mit Sébastien Buemi und Brendon Hartley fährt, an der Spitze des Feldes. Die dargebotene Zeit liegt jedoch exakt 0,167 Sekunden hinter der Bestzeit von Landsmann Kamui Kobayashi vom Vortag. Insgesamt hat Toyota in Silverstone jedoch noch keine Qualifikationssimulation durchgeführt. Somit dürfte es bei der Hatz um die Startplätze später noch einiges schneller zur Sache gehen.

Weiterhin eine gute Performance liefern die beiden Rebellion, die im dritten freien Training die Plätze zwei und drei markieren konnten. Der R13 von Nathanaël Berthon, Pipo Derani und Loic Duval hatte einen Rückstand von 0,398 Sekunden. Dem Schwesterwagen von Bruno Senna, Gustavo Menezes und Norman Nato fehlten 0,936 Sekunden auf die Nakajima-Zeit. Ermutigend für das Rebellion-Lager ist vor allem die Performance im zweiten Sektor. Dieser geht von Brooklands bis Becketts/Chapel und erfordert durch sein flüssiges Layout eine gute aerodynamische Balance. Diese scheint Rebellion gefunden zu haben, was die Bestzeit in diesem Abschnitt belegt.

Der zweite Toyota TS050 Hybrid von Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López belegt mit einem Rückstand von 0,967 Sekunden knapp die vierte Position. Dahinter folgten die beiden Ginetta. Der G60-LT-P1 von Charlie Robertson, Ben Hanley und Egor Orudzhev lag 1,421 Sekunden zurück. Dieser Wagen hatte in der Session ein spektakulären Dreher, als Robertson einen Reifenschaden (hinten rechts) ereilte. Der zweite Ginetta von Michael Simpson, Oliver Jarvis und Guy Smith komplettierte mit einem Defizit von 1,747 Sekunden das LMP1-Feld.

In der GTE-Pro-Klasse machte auch am Samstag der Ferrari 488 GTE Evo von Alessandro Pier Guidi und James Calado die Pace mit einer Zeit von 1:54,467 Minuten. So schnell war am Wochenende noch kein GTE-Renner auf dem 5,901 Kilometer langen Kurs von Silverstone unterwegs. Rang zwei ging an den Porsche 911 RSR von Richard Lietz und Gianmaria Bruni, die 0,093 Sekunden zurücklagen. Auch in der Am-Wertung konnte Ferrari brillieren. Mit 1:54,662 Minuten setzte hier der 488 GTE Evo von François Perrodo, Emmanuel Collard und Nicklas Nielsen die Bestmarke.

In der LMP2-Kategorie geht die Dominanz von United Autosports weiter. Der Oreca 07 von Philip Hanson, Filipe Albuquerque und Paul di Resta kam auf eine Zeit von 1:41,271 Minuten. Damit hat dieses Team weiterhin alle LMP2-Bestzeiten (in der WEC und auch der im Rahmenprogramm fahrenden ELMS) für sich entschieden. In Silverstone geht es heute Schlag auf Schlag. Bereits um 12:50 Uhr (MESZ) folgt die Qualifikation für das 4-Stunden-Rennen.

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