Lewis Hamilton: Nico Rosberg, Hund nervt, Todesspinne

Von Mathias Brunner
Formel 1
Martin Brundle und Lewis Hamilton

Martin Brundle und Lewis Hamilton

​Formel-1-Champion Lewis Hamilton hat in Austin eine makellose Leistung gezeigt – aus der 58. Pole-Position fuhr er zum 51. Sieg. Sein einziges Problem: «Ich habe nachts fast kein Auge zugetan.»

58. Pole-Position für den dreifachen Weltmeister Lewis Hamilton in der Formel 1 war seine erste in Austin. Dann liess er einen makellosen Sieg folgen – darauf darf der Brite richtig stolzt sein.

Lewis Hamilton hat in Austin seine erste Pole erobert, es ist die neunte Bestzeit in einem Abschlusstraining 2016 (nach Australien, Bahrain, Spanien, Kanada, Österreich, England, Italien und Malaysia). Es ist auch die 58. Pole von Hamilton im Rahmen der Formel-1-WM – und er selber hätte fast nicht daran geglaubt: «Früher habe ich vor allem Kurve 1 immer wieder versemmelt», wie er im Gespräch mit dem Sky-Formel-1-Experten Martin Brundle zugegeben hat. «Die ganze Runde war prima, aber irgendwie bekam ich diese verflixte erste Kurve nicht auf die Reihe, die Anfahrt, die Linie, der Kurvenausgang. Dieses Mal hat es geklappt.»

Mit der 58. Pole liegt Hamilton nur noch sieben Bestzeiten hinter seinem Idol Ayrton Senna (65 Pole-Positions), und auch Michael Schumacher ist mit 68 Poles nicht ausser Reichweite.

Mit dem 50. Sieg liegt Hamilton ferner nur noch einen Erfolg hinter Alain Prost (51 GP-Siege), Michael Schumacher ist noch in weiter Ferne (91 Siege). Hamilton hat dazu in Texas gesagt: «Es ist bizarr, dass ich unter den drei Piloten bin, die in der Formel 1 am meisten Rennen gewonnen haben.»

Auf die Aussage von Martin Brundle, selbst bei seinem Rückstand sei der WM-Titel noch machbar, meinte Hamilton: «Ich will mich einfach auf meinen Job konzentrieren. Ich will meinen Teil erledigen, der Rest liegt nicht in meiner Hand. So dass ich am Ende sagen kann – ich habe alles gegeben. Wenn ich in Mexiko wie in den USA gewinnen könnte, dann wäre das phantastisch. Mit Brasilien habe ich noch eine Rechnung offen: Das ist auch eines jener Rennen, das ich noch nie gewinnen konnte. Abu Dhabi hingegen ist eigentlich immer gut zu mir, dort konnte ich 2014 den Titel holen.»

Denkt Hamilton vielleicht daran, dass Nico im Rad-an-Rad-Kampf mehr riskieren kann? Denn sollten beide von der Bahn fliegen, wie in Spanien, dann hat Nico seinen Vorsprung konserviert, Hamilton aber eine Chance verloren, weiter Boden gut zu machen.

Lewis meint zu Martin Brundle: «Das ist mir nicht durch den Kopf gegangen, bis du es jetzt erwähnst! (Beginnt zu lachen.) Aber ich würde gerne glauben, dass das nicht der Nico ist, den ich kenne, ungeachtet dessen, was vorgefallen ist. Ich glaube, Nico wird fair kämpfen.»

«Nico hat seinen Job erledigt. Gut, er hatte nicht die ganzen technischen Probleme, die ich hatte. Aber er hat einen tollen Lauf. Wenn es also um die Frage geht, wer einen WM-Titel verdient hat oder nicht, muss ich sagen – er hat alles Notwendige getan.»

Und wenn es nicht klappt, wenn Hamilton entmachtet wird? Lewis weiter: «Es ist ganz egal, was in dieser Saison noch passiert, ich freue mich bereits aufs Skifahren in den USA! Ich werde den tollsten Tag auf der Piste haben, den man sich vorstellen kann. Ich freue mich auch auf die Feiertag mit meiner Familie, mit meinen Freunden. Klar würde ich es bedauern, wenn es mit dem vierten Titel nicht klappt, aber was mich nicht bricht, macht mich härter.»

Auf die Frage, ob Hamilton manchmal vom perfekten Start träume, meint der Champion: «Ich träume fast nie vom Rennsport. Früher als Kind war ich ein Schlafwandler! Und ich hatte schlimme Träume von Spinnen. Vor kurzem war ich im Flieger, da bin ich vom flach gestellten Sitz aufgestanden und habe angefangen zu brüllen, weil ich dachte, da hockt eine tablettgrosse Spinne auf meinem Kissen! So etwas ist mir in den letzten zehn Jahren nicht mehr passiert. Mein Kumpel musste mich wieder auf den Sitz herunterzerren. Ich bin sicher, die anderen Passagiere haben sich zu Tode erschrocken, weil sie glaubten, wir stürzen ab oder so was.»

Die witzigste Antwort gibt Hamilton auf die Frage von Brundle, wie er schlafe. Lewis lacht: «Coco schnarcht unheimlich! Mit anderen Worten – ich wache ständig auf wegen ihr, dann muss ich ihr einen Schubser geben. Vor allem scharcht sie mit der Zeit immer lauter, ich habe keine Ahnung wieso.» (Beginnt zu lachen.)

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