Lewis Hamilton: Spinnen giftiger als Valtteri Bottas

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Lewis Hamilton will bei Mercedes-Benz keinen Zweifel daran offenlassen, wer Welt- und Hausmeister ist. Angst hat der englische Superstar nicht vor Valtteri Bottas, sondern vor australischem Krabbelgetier.

Formel-1-Fahrer sind schon ein seltsames Völkchen – mit 300 Sachen nur Zentimeter vom Gegner entfernt Rad an Rad zu fahren, das ist überhaupt kein Problem. Aber eine Spinne an der Wand, und unsere Vollgashelden werden zu richtigen Memmen. Und es sind nicht nur Krabbeltiere, die Angst machen. Daniil Kvyat fürchtet sich vor Quallen, Sebastian Vettel vor Mäusen, Jenson Button vor Haien. Lewis Hamilton, Kevin Magnussen, Fernando Alonso und Esteban Gutiérrez sagen alle, auf Phobien angesprochen, «Spinnen».

In Australien hat Lewis Hamilton vertieft: «In diesem Land gibt es das gefährlichste Getier der Welt. Wenn ich am Fluss entlang laufe, habe ich immer Angst, dass auf einmal ein Alligator oder Krokodil aus dem Wasser hüpft. Und ich schaue auf dem Klo jedes Mal unter den Sitz, ob da nicht vielleicht eine fette Spinne hockt.»

Weniger Angst muss Hamilton bislang vor Valtteri Bottas haben.
1. Training in Australien – Lewis Hamilton Schnellster mit 1:24,220 min, Valtteri Bottas um rund sechs Zehntelsekunden distanziert.

2. Training in Melbourne – Lewis Hamilton erneut vorne, mit 1:23,620 min, Bottas hinter Ferrari-Pilot Sebastian Vettel Dritter, mehr als eine halbe Sekunde Rückstand.

3. Training im Albert-Park – Lewis Hamilton auf einmal langsamer als Bottas, aber das hatte Gründe. Der Engländer versemmelte sein besten Runde. Die Zeiten waren dennoch auf Augenhöhe.

Etwas besser schaut es bei den Dauerläufen für Bottas aus: Im Schnitt lag Hamilton da nur um zwei Zehntel vor dem Finnen.

«Ja, der Abstand ist zu gross», gab Bottas nach dem zweiten freien Training zu. «Aber ich mache mir keine Sorgen. Das war doch nur freies Training, zudem ist das ja das erste Rennwochenende mit Mercedes. Ich lasse mir Zeit, um mich in Ruhe einzuarbeiten, ich weiss, dass ich noch grosse Fortschritte machen kann. Vor allem auf schnelle Runden. Mit den Dauerläufen bin ich recht happy.»

Dem früheren GP-Piloten Paul di Resta fällt auf: «Lewis Hamilton macht in der Regel einen sehr kontrollierten Eindruck, bei Bottas habe ich immer ein wenig das Gefühl, er überfährt das Auto, also sein Wagen rutscht viel mehr als jener von Hamilton, und das tut den Reifen nicht gut und der Rundenzeit auch nicht.»

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