Portimao-Test (Donnerstag): Arbeitstag im Regen statt Zeitenjagd
Dauerregen bestimmte auch den Nachmittag des Portimao-Tests der Superbike-WM. Ducati schränkte das Programm ein, Yamaha verließ das Paddock frühzeitig.
George Russell hat ein Problem, der Formel-1-Rennstall von Mercedes hat ein Luxus-Problem: Der 19-jährige Kimi Antonelli nimmt dem erfahrenen George Russell die Butter vom Brot.
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Der zweite und letzte Testtag der Superbike-WM in Portimao stand vollständig unter dem Einfluss des Wetters. Anhaltender Nieselregen und ein grauer Himmel verhinderten schnelle Rundenzeiten und zwangen die Teams zu angepassten Programmen. Während einige Hersteller die schwierigen Bedingungen für wertvolle Vergleichstests nutzten, entschieden sich andere für einen vorzeitigen Abbruch.
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Honda eröffnete den Vormittag mit einem umfangreichen Einsatz. Testfahrer Ryan Vickers, Tetsuta Nagashima und Stammfahrer Jake Dixon gingen früh auf die Strecke. Doch gleich zu Beginn kam es zu einer Unterbrechung: Vickers stürzte in Kurve 3, blieb jedoch unverletzt.
Auch Bimota sammelte wichtige Daten. Testpilot Xavi Fores drehte einige Runden, die beiden Stammpiloten Alex Lowes und Axel Bassani verzichteten komplett auf den Test. Rundenzeiten spielten angesichts der durchgehend nassen Strecke nur eine untergeordnete Rolle.
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Ducati testete mit beiden Fahrern, brach aber vorzeitig ab Gegen 11 Uhr begann Ducati-Werkspilot Iker Lecuona mit seinem Programm, später folgte Teamkollege Nicolo Bulega. Unterstützt wurden sie von weiteren Ducati-Piloten wie Lorenzo Baldassarri, Yari Montella und Rookie Alberto Surra. Ziel war es vor allem, Grundabstimmungen für Regenbedingungen zu erarbeiten und ein Gefühl für die 2026er-Version der Panigale V4R zu entwickeln.
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Am Nachmittag reduzierte Ducati jedoch den Einsatz deutlich. Das Werksteam verzichtete komplett auf weitere Runs im Nassen. Bulega kam dadurch lediglich auf 15 Runden, während Neuzugang Lecuona insgesamt 33 Umläufe absolvierte. Für den Spanier stand weniger die Performance als vielmehr die Verbesserung seines Gefühls für die Ducati Panigale V4R im Vordergrund – ebenso wie das Zusammenspiel mit seiner neuen Crew. Barni: Nur Yari Montella fuhr im Nassen, Alvaro Bautista verzichtete Yari Montella testete für das Barni-Team weiter unter schwierigen Bedingungen, während sein routinierter Teamkollege Alvaro Bautista auf Einsätze im Regen verzichtete. Motocorsa ermöglichte Rookie Alberto Surra wertvolle Kilometer auf nasser Strecke – eine seltene Gelegenheit, unter Rennbedingungen Erfahrungen im Regen zu sammeln.
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Philipp Öttl verfolgte am Vormittag einen klar strukturierten Plan: Der Deutsche testete gezielt mit jenem Einsatzmotorrad, das beim Saisonauftakt in Phillip Island verwendet werden soll. Trotz der widrigen Umstände konnte sein Team vor allem im Bereich Elektronik und Fahrwerk wichtige Erkenntnisse gewinnen. Nicht mehr in Portimao präsent war das BMW-Werksteam. Die Mannschaft war bereits am Dienstag nach Valencia weitergereist, um dort bei besseren Wetterbedingungen mit Danilo Petrucci und Miguel Oliveira ein umfangreicheres Entwicklungsprogramm absolvieren zu können. Kein Fahrbetrieb: Yamaha verzichtete auf Risiko Yamaha hatte bereits am Vormittag die Reißleine gezogen. Weder Andrea Locatelli noch Xavi Vierge gingen noch auf die Strecke. Das Verletzungsrisiko wenige Wochen vor dem Saisonstart wurde als zu hoch eingeschätzt. Am Nachmittag verließen schließlich auch die Yamaha-Trucks das Paddock. Der Portimao-Test endete somit ohne repräsentative Rundenzeiten, lieferte den verbliebenen Teams aber einige Erkenntnisse für Regenabstimmungen und die technische Vorbereitung auf die neue Superbike-WM-Saison. Unter dem Strich blieb der zweite Testtag ein Arbeitstag unter erschwerten Bedingungen – mit klarer Priorität auf Sicherheit und Datensammlung statt auf Performance.
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