Superbike WM • Neu
Portimao-Test (Donnerstag): Arbeitstag im Regen statt Zeitenjagd
Auch wenn der zweitägige Superbike-Test in Portimão kaum Erkenntnisse brachte, kann sich Ducati-Werkspilot Nicolò Bulega mit der Bestzeit am Donnerstag trösten. Der Frust ist größer als die Freude.
Der Portimão-Test am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche war der letzte Superbike-Test in Europa vor dem Saisonauftakt – und er war ernüchternd. Denn bei kräftigem Wind und Regen war an eine seriöse Vorbereitung auf die Superbike-WM 2026 nicht zu denken; die Fahrer verbrachten mehr Zeit mit Warten, statt zu fahren.
Nach dem Wechsel von Weltmeister Toprak Razgatlioglu in die MotoGP gilt Nicolò Bulega als Favorit auf den Titel. Der Ducati-Pilot setzte sich nur am zweiten Testtag auf sein Motorrad und markierte mit 15 Runden in 1:59,144 min die schnellste Rundenzeit.
Bulega hätte sich mehr Zeit auf der für 2026 neuen V4R gewünscht. «Leider hatten wir in diesem Winter viel Pech mit dem Wetter, auch am letzten Tag war es nur nass», stellte der 26-Jährige frustriert fest. «Bevor wir nach Australien aufbrechen, wollten wir aber unbedingt ein paar Runden gefahren sein, letztlich konnten wir aber nur prüfen, ob technisch alles okay ist. Gut, unser Motorrad ist völlig neu, und sicher war es sinnvoll, auch bei Nässe damit etwas Erfahrung zu sammeln. Erkenntnisse konnte man bei diesen Bedingungen aber nicht gewinnen.»
Anders als die Kundenpiloten hatte Werksfahrer Bulega den Vorteil, das neue Modell bereits Ende 2025 gefahren zu sein. «Gerade weil es ein neues Motorrad ist, wären viele Runden wichtig gewesen – nicht nur für uns Fahrer, sondern auch für die Jungs in der Box. So konnten wir aber praktisch nichts ausprobieren und reisen so nach Australien», bedauerte der Aruba.it-Pilot. «Wir können nur hoffen, dass das Wetter beim vorgelagerten Test mitspielen wird. Dort wird das Ziel sein, möglichst viel Zeit auf der Strecke zu verbringen und viele Runden zu fahren.»
Pos.
Fahrer (Nation/Motorrad)
Serie
Zeit
Diff
1.
Nicolo Bulega (I/Ducati)
SBK-WM
1:59,144 min
2.
Iker Lecuona (E/Ducati)
SBK-WM
1:59,782
+ 0,638 sec
3.
Jake Dixon (GB/Honda)
SBK-WM
2:00,111
+ 0,967
4.
ERC Endurance (BMW)
EWC
2:00,867
+ 1,723
5.
Alberto Surra (I/Ducati)
SBK-WM
2:02,206
+ 3,062
6.
Lorenzo Baldassarri (I/Ducati)
SBK-WM
2:02,302
+ 3,158
7.
Cameron Beaubier (USA/Ducati)
SBK-US
2:02,427
+ 3,283
8.
Xavi Fores (E/Bimota)
SBK-WM
2:02,536
+ 3,392
9.
Tommy Bridewell (GB/Ducati)
BSB-SBK
2:03,207
+ 4,063
10.
Tetsuta Nagashima (J/Honda)
SBK-WM
2:03,305
+ 4,161
11.
Luke Stapleford (GB/Ducati)
BSB-SSP
2:08,051
+ 8,907
12.
Philipp Öttl (D/Ducati)
SSP-WM
2:08,736
+ 9,592
13.
Yari Montella (I/Ducati)
SBK-WM
2:09,465
+ 10,321
14.
Ryan Vickers (GB/Honda)
SBK-WM
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