Günther Steiner (Haas): «Ferrari so gut wie Mercedes»

Von Vanessa Georgoulas
Haas-Teamchef Günther Steiner ist überzeugt, dass Ferrari den Rückstand auf Mercedes beim Motor aufgeholt hat. «Der Ferrari-Motor ist nun so konkurrenzfähig wie ein Mercedes-Triebwerk – wenn nicht sogar besser», sagt er.

Obwohl Günther Steiners Schützlinge Romain Grosjean und Kevin Magnussen beim Saisonauftakt in Melbourne nicht ins Ziel gekommen sind, ist der Haas-Teamchef überzeugt, dass seine Mannschaft einen guten GP-Renner für die Saison 2017 auf die Räder gestellt hat. Grund dafür ist der starke sechste Platz, den Grosjean im Qualifying zum Australien-GP erobern konnte.

Diesen sieht der Südtiroler zusammen mit Sebastian Vettels Sieg auch als Beweis dafür an, dass die Ferrari-Antriebseinheit an die Leistung der Triebwerke der Mercedes-Konkurrenz herankommt. Er schwärmt: «Beim Motor wurden nicht einfach nur in einem Bereich Fortschritte erzielt, das ganze Paket ist im vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert worden. Der Ferrari ist nun so konkurrenzfähig wie ein Mercedes-Triebwerk – wenn nicht sogar besser.»

Der 51-Jährige erklärt vor dem zweiten WM-Lauf in China: «Ferrari hat in Australien gewonnen, aber jeder entwickelt weiter und versucht, besser zu werden. Es wird immer auch ein Entwicklungs-Wettbewerb sein. Die haben einen guten Schritt nach vorne gemacht, und ohne die Hilfe von Ferrari wären auch wir nicht da, wo wir jetzt sind.»

Steiner gesteht auch, dass Grosjeans starkes Qualifying-Ergebnis eine Überraschung war: «Wir hatten gehofft, dass wir es ins Q3 schaffen, aber wir waren uns nicht sicher, denn das Mittelfeld ist hart umkämpft. Dass wir dann aber den sechsten Platz holen konnten, mit einem Vorsprung von vier Zehnteln auf den nächsten Gegner, das war dann doch eine Überraschung für uns.»

Der Teamchef weiss: «Wir müssen nun in China beweisen, dass wir den Platz als erster Verfolger der Top-Teams verdient haben. Es wird natürlich nicht einfach, wieder so schnell oder mit derart grossem Vorsprung aus dem Qualifying zu kommen – es ist schon schwierig, überhaupt ins Q3 zu kommen, weil die Konkurrenz so gross ist.»

Zum Schluss fügt Steiner an: «Wir sind vorsichtig optimistisch. Wir müssen erst noch beweisen, dass unsere Performance keine Ausnahme war. Die Leistungsdichte ist sehr hoch im Mittelfeld. An einem guten Tag kannst du an der Spitze sein, doch wenn es schlecht läuft, bist du schnell hinten. Die anderen Mittelfeld-Teams haben bewiesen, wie schnell das gehen kann.»

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