Fernando Alonso: Was sagt Renault zu Wechsel-Gerücht?

Von Andreas Reiners
Formel 1
Kehrt Alonso zu Renault zurück?

Kehrt Alonso zu Renault zurück?

Zuletzt tauchte ein neues Gerücht im Fahrerlager auf: Kehrt Fernando Alonso zu Renault zurück? Der Geschäftsführer der Franzosen reagiert zurückhaltend.

Die Zukunft von Fernando Alonso ist seit Monaten ein großes Thema in der Formel 1. Flüchtet der zweimalige Weltmeister von McLaren-Honda? Oder macht er trotz der desaströsen Situation mit einem unterlegenen Motor, Ausfällen und Fahrten im Niemandsland unverdrossen weiter?

McLaren-Direktor Zak Brown verbreitete zuletzt weiterhin Optimismus, dass McLaren den Spanier halten kann. «Wenn wir ihm ein gutes Auto geben, werden wir ihn halten können, da bin ich zuversichtlich.» Das Problem: McLaren mag grundsätzlich ein gutes Auto haben, der Honda-Motor lässt aber zu wünschen übrig. So sehr, dass vielen Beobachtern der Glaube fehlt, dass Alonso seinen nach dieser Saison auslaufenden Vertrag verlängern könnte.

Stattdessen hieß es in Bahrain: Renault-Chef Carlos Ghosn – der in wenigen Jahren seinen Rennstall an der Spitze sehen will – habe seinem früheren Star-Piloten den roten Teppich ausgerollt. Mit Renault ist Alonso 2005 und 2006 Weltmeister geworden. Gibt es also eine erneute Liaison?

Renault-Geschäftsführer Cyril Abiteboul ist da sehr vorsichtig. Auf die Frage, ob der Rennstall 2018 für einen Fahrer wie den Spanier bereit wäre, sagte er den Kollegen von motorsport.com: «Ich bin nicht dazu da, um mit jemand einen einmaligen Coup abzuschließen, ich lebe nicht in der Vergangenheit.» Auch wenn der Franzose in der Formel 1 anfing, als Alonso bei Renault fuhr, stellte er klar: «Die Umstände haben sich geändert, wir brauchen eine Fahrerbesetzung, die für die Zukunft richtig ist.»

Renault hat zwar ehrgeizige Ziele und will eher über kurz als über lang um den Titel fahren. Doch klar ist auch, dass das nicht über Nacht funktionieren wird. In zwei Jahren will man zu den Topteams der Formel 1 gehören. Heißt: Aufbauarbeit ist nötig. Und da stellt sich die Frage, ob Alonso sich das nach drei Jahren vergeblicher Aufbauhilfe bei McLaren-Honda noch einmal gibt. Auch wenn es bei Renault bereits jetzt deutlich besser läuft als bei seinem derzeitigen Team.

«Ich glaube nicht, dass wir nächstes Jahr in einer Position sein werden, um die Meisterschaft zu kämpfen. Also brauchen wir einen Fahrer, der uns in diesem Kampf um die Meisterschaft unterstützen kann, aber auch bereit ist, zu warten, bis die Zeit dafür gekommen ist», sagte Abiteboul.

Und dann wären da auch noch die aktuellen Fahrer. Die Zusammenarbeit mit Nico Hülkenberg ist langfristig angelegt, der Deutsche zeigt bislang auch die erwartet guten Leistungen. Seinen nicht unumstrittenen Teamkollegen Jolyon Palmer hält er locker in Schach.

«Wir müssen unseren Fahrern gegenüber fair sein. Ich muss sehen, was sie leisten. Wir haben in dieser Saison erst ein paar Rennen hinter uns, also will ich über keinen der Fahrer etwas sagen», sagte Abiteboul. Hinzu kommt, dass eine neue Paarung auch funktionieren muss. «Potentielle Erwartungen und Team/Auto-Paket, denn es ergibt keinen Sinn, einen Fahrer zu haben, der über die Situation so frustriert ist», so Abiteboul.

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