Fernando Alonso Indy: Helm im Retro-Stil, Rookie-Test

Von Mathias Brunner
Formel 1
Das zeigte Fernando Alonso von seinem neuen Helm

Das zeigte Fernando Alonso von seinem neuen Helm

​Fernando Alonso hat auf Instagram Teile seines Indy-Helms gezeigt und schreibt dazu: «Retro ist der Weg vorwärts.» Der Weg vorwärts beginnt mit Tag 1 in Indy, Alonso will den Rookie-Test absolvieren!

Schwarz als Grundfarbe, mit dem Rot und Gelb von Spanien, dazu mit dem Blau von Asturien, mit der Startnummer 29 und einem Hinweis auf die eigene Kartschule: «Retro ist der Weg vorwärts», schreibt Fernando Alonso auf Instagram über jenen Helm, den er für sein Indy-Abenteuer tragen will, und das Abenteuer beginnt heute.

Das grosse Fragezeichen über dem Indianapolis Motor Speedway ist das Wetter: Der Tag beginnt heute bei kühlen sieben Grad und klarem Wetter, aber schon im Laufe des Morgens zieht der Himmel zu, am Nachmittag wird es zu regnen beginnen. Die Vorhersage für die kommenden Tage ist nicht besser, mit zahlreichen Schauern. Schöner wird es erst wieder am Sonntag.

Möglicherweise wird Andretti Autosport das Programm verdichten, um dem zweifachen Formel-1-Champion Alonso so viel Zeit als möglich im Auto zu geben. Team-Manager Rob Edwards sagt bei unseren Kollegen von Autosport: «Der Plan besteht darin, Marco Andretti um neun Uhr auf die Bahn zu schicken (das ist bei uns 15.00 Uhr, M.B.), er wird den Wagen einfahren. Gemäss IndyCar-Reglement darf er jedoch nicht mehr als zehn Runden zurücklegen. Dann wollen wir Alonso ins Auto setzen und uns durch den Tag tasten. Aber wir haben uns vorgenommen, den Rookie-Test für Fernando schon am ersten Tag abzuhaken.»

Dieser Test ist nicht immer gleich. Für 2017 müssen die Indy-Neuling zehn Runden in einem Bereich zwischen 205 und 210 Meilen pro Stunde fahren (330 bis 338 km/h), dann fünfzehn Runden im Fenster zwischen 210 und 215 Meilen (338 bis 346 km/h) sowie fünfzehn Runden über 215 Meilen. Beobachter sehen sich jeweils nicht nur das Tempo an, sondern auch Gleichmässigkeit und Linienwahl.

Rob Edwards weiter: «Diese Geschwindigkeiten sind mit Abtriebswerten zu erreichen, die ich als komfortabel bezeichnen würde. Wir wollen Fernando ermöglichen, sich so bald als möglich bei diesen hohen Tempi wohlzufühlen. An der Abstimmung selber werden wir kaum etwas machen. Das kalte Wetter ist dabei ein zweischneidiges Schwert – die hohe Luftdichte erzeugt höheren Abtrieb, aber es ist auch schwieriger, die Reifen auf Temperatur zu bringen.»

Am Montag, 15. Mai (dem Montag nach dem Spanien-GP) wird Alonso im Rahmen des «Rookie Orientation Program» von 12.00 Uhr bis 14.00 Uhr die Chance zum Auffrischen seiner Erfahrungen erhalten, mit zwei Reifensätzen. Gemäss Reglement darf jeder Rookie einen Oval-Test fahren, bevor es ins offizielle Training geht.

Rennlegende Mario Andretti, Papa von Teamchef Michael Andretti, macht sich überhaupt keine Sorgen: «Fernando wird Spass haben, er macht das schon richtig. Marco wird das Auto so abstimmen, dass sogar ich einsteigen und schnell genug sein könnte. Fernando soll sich in Ruhe an den Speed und die richtige Linie gewöhnen.»

Mario Andretti weiter: «Das Fahren an sich wird nicht die grösste Herausforderung für Alonso sein. Die kommt erst dann, wenn er sich im dichten Verkehr befindet, er muss Distanzen und Geschwindigkeitsunterschiede einschätzen lernen, und er muss sich daran gewöhnen, wie sich die anderen Piloten auf der Bahn verhalten. Aber das fahrerische Niveau in der IndyCar-Serie ist heutzutage hoch.»

Formel-1-Weltmeister Emerson Fittipaldi, der in seiner zweiten Karriere in den USA 1989 IndyCar-Champion und Indy-500-Sieger 1989 und 1993 wurde, hat festgehalten: «Es ist nicht ganz leicht zu lernen, wie sich das Auto in der verwirbelten Luft der Vorderleute verhält. Das hat mir damals am meisten Mühe bereitet.»

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