Fernando Alonso: Stärkerer Honda-Motor, aber Strafe!

Von Mathias Brunner
Formel 1
Fernando Alonso

Fernando Alonso

​Honda bestätigt, dass der spanische McLaren-Superstar Fernando Alonso in England mit der 30 PS kräftigeren Spec-3-Version des Honda-V6-Turbo fahren wird. Aber es setzt erneut eine Strafe!

Die gute Nachricht für Fernando Alonso: Er kann in Silverstone wieder mit dem verbesserten, 30 PS kräftigeren Honda-Motor fahren. Es handelt sich um die dritte Ausbaustufe des japanischen 1,6-Liter-V6-Turbomotors. Die schlechte Nachricht: Es wird für den Spanier erneut eine Rückversetzung geben – weil erneut neue Motorteile gebraucht werden.

Um wie viele Ränge der Asturier zurück muss, steht noch nicht fest. Am Red Bull Ring wurde erneut ein Problem mit einem elektrischen Generator festgestellt. Ob eine der bisher schon sieben benutzten MGU-H noch gebraucht werden können, steht nicht fest. Beim Generator, der in Österreich Probleme machte, handelt es sich eigentlich um ein Teil, das wegen früherer Probleme verbessert worden war. Dazu muss wohl eine neue Batterie eingesetzt werden, es wäre die fünfte in diesem Jahr (erlaubt sind nur vier). Aus heutiger Sicht bedeutet das: Zehn Ränge zurück.

Ferrari-Star Sebastian Vettel hat bestätigt, dass er und Kimi Räikkönen frische Motoren einsetzen werden. Noch ist nicht klar, wie viele Elemente Ferrari auswechseln wird.

Zur Erinnerung: Eine moderne Antriebs-Einheit der Formel 1 ist reglementarisch in sechs Elemente aufgeteilt:

– V6-Verbrennungsmotor






– Turbolader

– MGU-H («motor generator unit – heat»; also der Generator für jene Energie, die beim Turbolader gesammelt wird)
– MGU-K («motor generator unit – kinetic»; also der Generator für die kinetische Energie, die beim Bremsen gesammelt wird)


– Batterie-Paket
– Kontroll-Elektronik

Generell sind pro Fahrer und Saison also vier Antriebseinheiten erlaubt. Sollte im Laufe des Jahres ein fünftes Element gebraucht werden, so muss der betroffene Fahrer in der Startaufstellung um zehn Ränge zurück. Für jedes weitere fünfte Element der verschiedenen Motorteile gibt es eine Fünf-Ränge-zurück-Strafe.
Braucht ein Fahrer im späteren Verlauf der Saison beispielsweise einen sechsten Lader, dann gibt es erneut eine Zehn-Ränge-zurück-Strafe. Für jedes weitere sechste Element wieder die fünf Ränge.

Muss bei einem Fahrer die komplette Antriebseinheit gewechselt werden, also mit sämtlichen Elementen, dann muss er aus der Boxengasse ins nächste Rennen gehen.

Die aktuelle Liste der FIA, Stand am Donnerstag vor dem Silverstone-Wochenende, sieht wie folgt aus:

Verbrennungsmotor – Turbolader – MGU-H – MGU-K – Batterie – Elektronik


Lewis Hamilton (Mercedes): 2 – 2 – 2 – 2 – 2 – 2
Valtteri Bottas (Mercedes): 2 – 2 – 2 – 2 – 2 – 2
Daniel Ricciardo (Renault): 3 – 3 – 4 – 2 – 2 – 2
Max Verstappen (Renault): 3 – 3 – 4 – 2 – 2 – 2
Sebastian Vettel (Ferrari): 2 – 4 – 3 – 2 – 2 – 2
Kimi Räikkönen (Ferrari): 2 – 3 – 2 – 2 – 2 – 2
Sergio Pérez (Mercedes): 2 – 2 – 2 – 2 – 2 – 2
Esteban Ocon (Mercedes): 2 – 2 – 2 – 2 – 2 – 2
Felipe Massa (Mercedes): 2 – 2 – 2 – 2 – 2 – 2
Lance Stroll (Mercedes): 2 – 2 – 2 – 2 – 1 – 2
Fernando Alonso (Honda): 5 – 7 – 7 – 5 – 4 – 4
Stoffel Vandoorne (Honda): 4 – 7 – 7 – 4 – 5 – 5
Daniil Kvyat (Renault): 3 – 3 – 3 – 2 – 3 – 3
Carlos Sainz (Renault): 3 – 3 – 3 – 3 – 2 – 3
Romain Grosjean (Ferrari): 3 – 4 – 3 – 3 – 2 – 2
Kevin Magnussen (Ferrari): 3 – 4 – 3 – 3 – 2 – 2
Nico Hülkenberg (Renault): 3 – 3 – 4 – 2 – 3 – 3
Jolyon Palmer (Renault): 3 – 4 – 4 – 2 – 3 – 3
Marcus Ericsson (Ferrari): 3 – 3 – 3 – 3 – 2 – 2
Pascal Wehrlein (Ferrari): 3 – 3 – 3 – 3 – 2 – 3

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