Brundle: Kritik an Alonso sorgt für Diskussionen

Von Andreas Reiners
Formel 1

Fernando Alonso sorgte am Sonntag nach dem Ungarn-GP für den Lacher des Tages. Martin Brundle fand die Aktion weniger lustig und löste damit eine Diskussion aus.

Es war ohne Frage das Bild des Wochenendes: Sebastian Vettel, Kimi Räikkönen und Valtteri Bottas feiern auf dem Podest mit Champagner, geben die üblichen Podiumsinterviews, während Fernando Alonso zu ihren Füßen in einem Liegestuhl sitzt.

Der Spanier wünschte den Fans eine schöne Sommerpause. Dabei saß der McLaren-Honda-Pilot nicht nur in einem Liegestuhl, sondern zudem auf dem riesigen Bildnis der Szene, mit der er ein Stück Formel-1-Geschichte geschrieben hatte.

Ein Spaß, den er natürlich auch deshalb mitmachte, weil er als Sechster endlich mal wieder etwas zu lachen hatte. Best of the Rest sozusagen, dekoriert mit der schnellsten Rennrunde. Hinzu kommt, dass er mit nunmehr zehn WM-Punkten sogar im zweistelligen Bereich liegt.

Der frühere GP-Pilot und heutige TV-Experte Martin Brundle konnte über die Szene überhaupt nicht lachen. Er erklärte via Twitter: «Alonso ist wahrscheinlich besser als die drei Fahrer auf dem Podium. Traurig, dass er in einem Liegestuhl Späße macht, sein Talent verschwendet und die Teamchefs daran erinnert, warum sie ihn nicht haben wollen», so Brundle.

Autsch. Zwei kurze Sätze und gleich mehrere Kontroversen, die der Brite da auslöste.

Zum einen natürlich die Frage, ob Alonso tatsächlich besser ist als Kimi Räikkönen, Sebastian Vettel und Valtteri Bottas. Darüber kann man tatsächlich streiten. Dass Alonso sein Talent verschwendet, steht nach knapp drei erfolglosen Jahren bei McLaren-Honda wohl außer Frage. Da ist Brundle nicht der erste, der das so sieht.

Aber ob der Spanier mit seiner Geste den Teamchefs gezeigt hat, warum sie ihn nicht haben wollen?

Über 1000 Kommentare sammelten sich unter dem Tweet. Alonsos ehemaliger Teamkollege Jenson Button schoss zurück, mit reichlich Sarkasmus. «Ich kann dir nur voll und ganz zustimmen, Martin. Wie kann es ein Formel-1-Fahrer wagen, eine Persönlichkeit zu haben und Spaß in einen Sport zu bringen, der sich manchmal viel zu ernst nimmt?», schrieb Button.

Brundle ruderte daraufhin ein wenig zurück und stellte klar, dass er gemeint habe, dass Alonso viel zu gut sei, um nur Späße zu machen. «Er verdient es, mit den Champions zu kämpfen», so Brundle. Wie es mit Alonso weitergeht, ist noch offen. Sein Vertrag bei McLaren-Honda läuft nach dieser Saison aus.

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