Formel 1

Pirelli-Test mit Ferrari: 2018 sechste Reifenmischung

Von Mathias Brunner - 04.08.2017 08:20

​Von wegen Sommerpause: Pirelli fährt am 4. August den zweiten Testtag mit Ferrari, auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya sitzt Antonio Giovinazzi am Lenkrad. Für die Mailänder gilt es viel zu entscheiden.

An sich befindet sich die Formel 1 in kurzen Sommerferien, bevor am Freitag, 25. August das erste Training zum Grossen Preis von Belgien auf dem Circuit Spa-Francorchamps beginnt. Aber nach dem Test auf dem Hungaroring geht es in Barcelona munter weiter – der Italiener Antonio Giovianzzi ist auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya für Formel-1-Alleinausrüster Pirelli an der Arbeit.

Für das Mailänder Traditionsunternehmen Pirelli sind das wichtige Tage. Denn der Barcelona-Tests mit Ferrari ist die letzte Gelegenheit, Reifen für 2018 zu testen, bevor die Konstruktion der nächstjährigen Walzen festgelegt werden muss – dies gemäss Abmachung mit dem Autoweltverband FIA, wonach der Reifenausrüster jeweils bis 1. September den Aufbau und die Mischungen der Reifen der folgenden Saison definiert haben muss.

Zwar stehen drei weitere Pirelli-Tests auf dem Programm – am 7./8. September in Le Castellet mit Mercedes-Benz, am 31. Oktober sowie 1. November in Mexiko-Stadt mit Sauber und Force India sowie am 14./15. November in Interlagos mit McLaren-Honda. Und auch in Abu Dhabi (Nachsaisontest am 28./29. November) haben die Teams nochmals die Gelegenheit zum Tüfteln. Aber die Weichen für 2018 werden in den kommenden Tagen gestellt.

Derzeit gibt es die Wahl aus fünf Trockenreifentypen: Hart (orange markiert) mittelhart (weiss), weich (gelb), superweich (rot) und ultraweich (violett).

Mario Isola, bei Pirelli für das Formel-1-Programm verantwortlich, sagt: «Die Tests werden uns genug Erkenntnisse liefern, um zu entscheiden, in welche Richtung wir gehen wollen. Ich persönlich finde – wir könnten ruhig eine weitere, sechste Mischung hinzufügen. Im Reglement steht, dass die Anzahl Reifen auf Vorschlägen des Herstellers basiert, und ich kann mir keinen Grund vorstellen, der seitens FIA gegen eine sechste Mischung spräche. Um genau zu sein, haben wir für 2017 sogar zehn Mischungen homologieren lassen – jene fünf, die ihr an den Rennstrecken erlebt habt. Dazu fünf weitere als unsere Notlösung.»

Zur Einführung einer sechsten Mischung bedarf es keiner Zustimmung der Rennställe. Isola weiter: «In Abu Dhabi werden wir den Reifen für 2018 bereit haben, um den Teams die Gelegenheit zu geben, damit zu fahren.»

Pirelli muss dabei erahnen, welche aerodynamische Entwicklung die Teams mit ihren Autos für 2018 machen. Diese Entwicklung gibt die Kräfte vor, welche auf die kommenden Reifen wirken. Isola: «Die Arbeit für 2017 war viel schwieriger, daher auch die fünf Notlösungsmischungen. Wir hatten ja die Prototypen für diese Saison mit Übergangsmodellen getestet, also mit umgebauten, früheren Autos, welche die Abtriebswerte der 2017er Renner simulierten. Für 2018 haben wir viel genauere Wert, weil wir nun mit den Autos der neuen Rennwagengeneration testen können. Es wird eine neue Konstruktion geben und andere Mischungen, aber mit einer Revolution ist nicht zu rechnen. Aus dem einfachen Grund, weil wir schon heute ein gutes Produkt haben.»

Die Pirelli-Reifen müssen einiges aushalten © LAT Die Pirelli-Reifen müssen einiges aushalten Die 2017 verwendeten Reifenmischungen © LAT Die 2017 verwendeten Reifenmischungen Mario Isola © LAT Mario Isola

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