FP2 Spa: Lewis Hamilton top, Regen verkürzt Session

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Lewis Hamilton drehte am Nachmittag die schnellste Runde

Lewis Hamilton drehte am Nachmittag die schnellste Runde

Im zweiten freien Training auf dem Circuit de Spa-Francorchamps drehte Mercedes-Star Lewis Hamilton die schnellste Runde. Starker Regen sorgte für ein frühes Ende des Trainingsfreitags.

Die ersten Formel-1-Stars, die sich nach der Mittagspause auf dem Circuit de Spa-Francorchamps zeigten, waren die beiden Haas-Piloten Romain Grosjean und Kevin Magnussen. Beide steuerten nach einer Installationsrunde die Box an, weil sie Probleme mit ihrem DRS bekundeten. Sowohl beim Genfer als auch beim Dänen blieb der Heckflügel auch nach der Geraden offen.

Für die erste Rundenzeit des Nachmittags sorgte Jolyon Palmer. Der Renault-Pilot umrundete die 7,004 km lange Strecke in148,846 min. Lange dauerte es nicht, bis der Brite von der ersten Position verdrängt wurde. Räikkönen schaffte seinen ersten gezeiteten Umlauf in 1:47,049 min und wurde seinerseits nur eine Minute später von Max Verstappen mit 1:46,381 min verdrängt.

Doch auch der Red Bull Racing-Pilot durfte sich nicht lange über die schnellste Zeit freuen, denn Sebastian Vettel schaffte es auf der superweichen Mischung 76 Tausendstel schneller als der Niederländer um den Traditionskurs. Auch der Teenager hatte seinen ersten schnellen Versuch auf den rot markierten Reifen absolviert.

Die Zuschauer an der Rennstrecke bekamen früh einige Ausrutscher zu sehen: Erst vertat sich Lokalmatador Stoffel Vandoorne in der vierten Kurve, kurz darauf tat es ihm sein McLaren-Honda-Teamkollege Fernando Alonso gleich. Sehr viel grössere Probleme bekundete Toro Rosso-Routinier Daniil Kvyat, der die Box ansteuern musste, der am Funk über einen plötzlichen Power-Verlust klagte. Der Russe wurde von seinem Team umgehend angewiesen, die Box anzusteuern.

Ärgern durfte sich auch Daniel Ricciardo, der von seinem Red Bull Racing-Team an die Box gerufen wurde, weil ein Problem mit der Antriebseinheit aufgetaucht war. Kaum kam der Australier dort an, wurde die Motorabdeckung angeschraubt, damit die Mechaniker einen Blick in die Innereien seines Renners werfen durften.

Kein Grund zur Freude hatte auch Sergio Pérez, der Magnussen vorbeiliess, nur um daraufhin vom Dänen aufgehalten zu werden, weil dieser seine Reifen aufwärmte. «Das war nicht sauber, Magnussen macht immer so dreckige Sachen», schimpfte der 27-Jährige aus Guadalajara in den Boxenfunk.

Zwangspause für Felipe Massa

Nach der ersten halben Stunde führte Mercedes-Star Lewis Hamilton die Zeitenliste mit 1:45,634 min vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas an. Hinter dem Silberpfeil-Duo komplettierten Vettel, Verstappen, Kimi Räikkönen, Carlos Sainz, Ricciardo, Esteban Ocon, Pérez und Kvyat die Top-10. Vandoorne, Lance Stroll, Nico Hülkenberg, Alonso, Grosjean, Palmer, Magnussen, Marcus Ericsson, Pascal Wehrlein und Felipe Massa folgten auf den weiteren Rängen.

Letzterer musste sich am Nachmittag aufs Zuschauen beschränken, da er am Morgen einen Crash produziert hatte, der einen Chassis-Wechsel unumgänglich machte. Und weil das Auto erst wieder von den FIA-Verantwortlichen abgenommen werden muss, und dies erst morgen, Samstag, passieren kann, durfte Massa nicht mehr auf die Piste.

Weil die Wetterprognose einen baldigen Regenschauer befürchten liess, war auf der Strecke viel los und entsprechend viele verschiedene Namen leuchteten auf der ersten Position des Zeitenmonitors auf. Vettel, der auf den ultraweichen Reifen unterwegs war, setzte sich erst an die Spitze.

Dann legten nacheinander Bottas und Räikkönen nach, die auch die weichsten Gummis aufgeschnallt hatten. Doch auch der Iceman, der schon am Morgen die schnellste Rundenzeit in den Asphalt gebrannt hatte, durfte sich nicht lange freuen, denn Hamilton legte mit 1:33,753 min eine neue Bestmarke vor und war damit der erste, der die 1:45er-Marke knackte.

Regenschauer sorgt für frühes Trainingsende

Knapp vor Halbzeit zeigte sich auch Ricciardo weder mit den weichsten Reifen auf der Piste, während Grosjean und Hülkenberg mit einem Rad-an-Rad-Scharmützel in der Bus-Stop-Schikane für Action sorgten. Auch Räikkönen sorgte für Unterhaltung: Der Finne legte in der vierten Kurve einen Dreher hin, konnte danach aber weiterfahren.

Nach der ersten Stunde setzte der erwartete Regen schliesslich ein, weshalb alle GP-Stars die Box ansteuerten. Zu diesem Zeitpunkt führte Hamilton die Zeitenliste immer noch mit 1:44,753 min vor Räikkönen, Bottas, Verstappen, Vettel, Ricciardo, Hülkenberg, Ocon, Sainz, Palmer, Alonso Pérez, Grosjean, Vandoorne, Kvyat, Magnussen, Stroll, Ericsson, Wehrlein und Massa an.

Zehn Minuten vor dem Ende rückte Ricciardo noch einmal auf Intermediates aus, doch der Australier merkte schnell, dass die Bedingungen im immer stärker werdenden Regen keine nützlichen Runden mehr zuliessen. Alonso tat es dem Red Bull Racing-Piloten gleich – und kam zur gleichen Einsicht. Weil der Regen nicht nachliess, änderte sich auch nichts mehr an der Zeitenliste, sodass sich Hamilton mit 1:44,753 min über die Bestzeit freuen durfte.

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Lewis Hamilton: Hunger auf mehr als Formel 1

Mathias Brunner
​Lewis Hamilton ist nach 2008, 2014, 2015, 2017, 2018 und 2019 zum siebten Mal Formel-1-Weltmeister. Doch sein Erbe besteht nicht aus Bestmarken, die er reihenweise niederreisst. Sein Erbe reicht erheblich weiter.
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