Maurizio Arrivabene (Ferrari): Räikkönen – aufpassen!

Von Mathias Brunner
Formel 1
Maurizio Arrivabene mit Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen

Maurizio Arrivabene mit Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen

​Ferrari hat den Belgien-GP zwar nicht gewonnen, aber mit Sebastian Vettel einen ganz starken Eindruck hinterlassen. Teamchef Maurizio Arrivabene ist sehr ermutigt, aber es setzt Tadel für Kimi Räikkönen.

Von der Papierform her hätte der Belgien-GP eine sichere Beute für Mercedes-Benz werden müssen. Und tatsächlich hat Lewis Hamilton in den Ardennen auch gewonnen. Aber im Anschluss ans Rennen auf dem Circuit de Spa-Francorchamps musste der Engländer zugeben: «Ferrari hatte das schnellere Auto.»

Sebastian Vettel reist mit geschwellter Brust nach Monza: «Wir haben derzeit das beste Auto. Im Qualifying fehlt gegen Mercedes noch das letzte Stückchen Speed, aber im Rennen müssen wir uns vor niemandem verstecken.»

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene ist sehr ermutigt: «Wir haben ein starkes Ferrari erlebt. Fahrer und Auto haben sich hervorragend bewährt, und dies auf einer Bahn, wo wir nicht als Favoriten galten. Schade um Kimi, der Probleme mit Vibrationen hatte. Seb ist sehr gut gefahren. Zum Sieg fehlt nur ganz wenig. Nun sehen wir uns in Monza wieder.»

Was sagt Arrivabene zur Strafe von Kimi Räikkönen – 10-Sekunden-Stop-and-go, weil der Finne nicht verlangsamt hatte, als rechts an der Seite der Wagen von Max Verstappen weggeschoben wurde? Maurizio: «Die gelben Flaggen waren nun mal da. Räikkönen muss ein wenig mehr aufpassen. Die Strafe war hart. Es sind ja nicht nur die zehn Sekunden Standzeit, du verlierst auch Zeit beim Rein- und Rausfahren an die Box. Ohne diese Strafe wäre der Nachmittag in Belgien anders verlaufen.»

Ferrari kann sich dort ganz auf Sebastian Vettel konzentrieren, Kimi Räikkönen ist längst Wasserträger. Denn die Punktesituation ist glasklar, was das Kräfteverhältnis bei Ferrari angeht. Sebastian Vettel ist WM-Leader mit 220 Punkten, Lewis Hamilton ist mit seinem Belgien-Sieg auf 213 Zähler gekommen. Mit Respektabstand folgen Valtteri Bottas (179), Daniel Ricciardo (132) und Kimi Räikkönen (128).

Ab welchem Punkt muss Mercedes ganz auf Hamilton setzen, um sich die Chancen gegen Vettel zu wahren? Mercedes-Teamchef Toto Wolff in Belgien: «Darüber diskutieren wir intensiv. An sich wollen wir es dabei belassen, beiden Piloten freie Fahrt zu geben. Aber es kann passieren, dass wir in einem Rennen reagieren, um die besten Chancen für Fahrer und Team zu gewährleisten.»

Im Fahrerlager von Spa-Francorchamps kursiert: Der neue Vertrag für Valtteri Bottas schliesst mit ein, dass dem Finnen klargemacht worden ist – ab jetzt wird Mercedes auf die Karte Hamilton setzen.

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