Sebastian Vettel (Ferrari): Was ihm Mut machen muss

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel vor Lewis Hamilton

Sebastian Vettel vor Lewis Hamilton

​SPEEDWEEKipedia: Leser fragen, wir finden die Antwort. Heute: Vettel liegt in der WM nun 28 Punkte hinter Hamilton, noch sind sechs GP zu fahren. Ist das aufholbar? Was sagt die Statistik?

In loser Reihenfolge gehen wir in Form von «SPEEDWEEKipedia» auf Fragen unserer Leser ein. Dieses Mal will Celine-Gina Keller aus Mannheim wissen: «Sebastian Vettel liegt in der WM nun 28 Punkte hinter Lewis Hamilton, noch sind sechs Grands Prix zu fahren. Aber ist realistisch aufholbar? Was sagt die Formel-1-Statistik?»

Da gibt es nichts schönzureden: 28 Punkte Rückstand gegen einen Lewis Hamilton wettzumachen, der von Sieg zu Sieg eilt, das wird nicht einfach. Es steht 263:235 für den Engländer. Aber es gibt aus der Formel-1-Statistik einige Rosinen, die Sebastian Vettel Mut machen sollten. Schauen wir sie uns mal in Ruhe an.

Lewis Hamilton ist nun der einzige Fahrer, der bei allen bisherigen vierzehn Läufen in die Punkte gefahren ist. Sky-GP-Experte Marc Surer weiss: «Glück und Pech, das gleicht sich in der Regel über eine Saison aus. Ein Ausfall von Hamilton reicht, und schon ist Vettel wieder an ihm dran.»

Ein statistische Merkwürdigkeit: In jenen zwei Jahren, in welchen es Rennen gab, die nach einer Pole von Sebastian Vettel zum Ausfall des Deutschen führten, wurde er jeweils Weltmeister! Nämlich 2010 und 2012.

Und wenn es jemanden gibt, der weiss, wie der gepflegte Endspurt geht, dann ist es Vettel. 2010 lag er sechs Rennen vor Schluss sogar 31 Punkte hinter WM-Leader Lewis Hamilton, der Engländer sass damals in McLaren-Mercedes, Vettel pilotierte einen Red Bull Racing-Renault. 2012 betrug der Rückstand von Vettel auf WM-Leader Fernando Alonso 29 Punkte. Und doch hatte der Heppenheimer am Ende die Nase vorne.

Die Tifosi verzehren sich nach einem neuen Weltmeister in Rot. Der letzte Ferrari-Champion: Kimi Räikkönen 2007. Die Rennstatistiken lassen sich für und gegen Vettel auslegen. In den 67 Formel-1-Weltmeisterschaften ist in 50 Fällen (also 74,62 %) der Halbzeitführende (das war Vettel) später auch Weltmeister geworden, 17 Mal konnte ein Rivale den Halbzeitführenden noch abfangen. Kein schlechtes Omen also für Sebastian Vettel.

Pessimisten wenden jedoch ein: Seit 2004 und Michael Schumacher ist kein Ungarn-GP-Sieger im gleichen Jahr Weltmeister geworden. Das wiederum spricht gegen Vettel. Der pflegt in solchen Fällen zu sagen: «Ich gebe nicht viel auf Zahlenspielerei. Wir bleiben bei unserem Fahrplan, uns auf ein Rennen nach dem anderen zu konzentrieren.»

2007 lag Kimi Räikkönen sechs WM-Runden vor Schluss 20 Punkte hinter Lewis Hamilton. Doch der balgte sich so lange mit seinem damaligen McLaren-Stallgefährten Fernando Alonso, bis der Finne zum lachenden Dritten für Ferrari wurde.

All dies zeigt: Ja, Vettel kann das noch packen. Aber ganz ohne ein wenig Pech für Lewis Hamilton wird es kaum gehen.

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