Ai Ogura rätselt über 2026er-Aprilia: Mehr Vertrauen, aber kein Zeitgewinn
Trackhouse-Pilot Ai Ogura lobt nach dem MotoGP-Test in Sepang das Gefühl für seine neue Aprilia, doch der Blick auf den Zeitenmonitor ernüchtert den Japaner.
Aprilia-Werkspilot Marco Bezzecchi war der einzige Fahrer, der die Ducati-Dominanz beim Sepang-Test brechen konnte. Beim ersten großen Kräftemessen der MotoGP-Saison 2026 sprengte Bezzecchi mit seiner 2026er-Aprilia das Ducati-Trio Alex Marquez, Fabio Di Giannantonio und Marc Marquez an der Spitze. Aprilia-Markenkollege Ai Ogura tat sich etwas schwerer, auf gute Rundenzeiten zu kommen.
Ogura wurde in der kombinierten Zeitenliste auf der zwölften Position geführt und lag 0,924 Sekunden zurück – zu viel für den ambitionierten Japaner, der sich in seiner zweiten Saison in der Königsklasse etablieren will. «Ich erwartete ein bisschen mehr. Deshalb bin ich nicht besonders happy», gestand Ogura am Ende der drei Testtage in Malaysia.
Die 2026er-Aprilia ist ein Fortschritt, aber ...
Woran liegt es? Ist die neue Aprilia kein Fortschritt? «Es ist immer ein Zusammenspiel von Fahrer und Motorrad. Ich erwartete, ein paar Zehntelsekunden schneller zu sein. Doch diese Zeit konnte ich nicht finden», grübelte Ogura.
Der 2026er-Aprilia stellt er grundlegend ein positives Zeugnis aus. «Ich habe ein gutes Gefühl für das Motorrad, auch wenn ich die gleichen Rundenzeiten fahre. Ich bin mit der 2026er-Maschine genau so schnell wie mit dem Motorrad von 2025. Doch mein Gefühl für die 2026er-Maschine ist besser. Es fiel mir aber nicht so leicht, das letzte Quäntchen mehr zu geben», suchte Ogura den Fehler bei sich selbst.
Im direkten Vergleich mit Aprilia-Speerspitze Bezzecchi erkennt Ogura ein klares Defizit, an dem er weiter arbeiten möchte: «Ich verliere hauptsächlich in den schnellen Kurven. Er kann mehr Geschwindigkeit mitnehmen und das Motorrad bei höheren Geschwindigkeiten besser umlegen.»
Beim folgenden Test in Buriram richtet Ogura den Fokus auf genau diese Schwäche. «Die Strecke in Thailand hat einen anderen Charakter, doch wir versuchen, daran zu arbeiten», erklärte der ehemalige Moto2-Weltmeister, der gesundheitlich angeschlagen in den Sepang-Test ging. «Auf dem Motorrad war es okay. Ich war fit genug, um zu fahren», kommentierte er.
Ergebnisse MotoGP Sepang-Test (kombiniert)
Pos.
Fahrer
Hersteller
Zeiten
1.
Alex Marquez (E)
Ducati
1:56,402 min
2.
Marco Bezzecchi (I)
Aprilia
+0,124 sec
3.
Fabio Di Giannantonio (I)
Ducati
+0,383
4.
Marc Marquez (E)
Ducati
+0,387
5.
Joan Mir (E)
Honda
+0,472
6.
Francesco Bagnaia (I)
Ducati
+0,527
7.
Franco Morbidelli (I)
Ducati
+0,581
8.
Pedro Acosta (E)
KTM
+0,714
9.
Maverick Vinales (E)
KTM
+0,724
10.
Raul Fernandez (E)
Aprilia
+0,843
11.
Enea Bastianini (I)
KTM
+0,888
12.
Ai Ogura (J)
Aprilia
+0,924
13.
Luca Marini (I)
Honda
+1,163
14.
Alex Rins (E)
Yamaha
+1,178
15.
Brad Binder (ZA)
KTM
+1,188
16.
Johann Zarco (F)
Honda
+1,199
17.
Fabio Quartararo (F)
Yamaha
+1,467
18.
Jack Miller (AUS)
Yamaha
+1,754
19.
Toprak Razgatlioglu (TR)
Yamaha
+1,924
20.
Diogo Moreira (BR)
Honda
+2,074
21.
Lorenzo Savadori (I)
Aprilia
+2,164
22.
Augusto Fernandez (E)
Yamaha
+2,876
23.
Andrea Dovizioso (I)
Yamaha
+4,279
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach