Ai Ogura rätselt über 2026er-Aprilia: Mehr Vertrauen, aber kein Zeitgewinn
Trackhouse-Pilot Ai Ogura lobt nach dem MotoGP-Test in Sepang das Gefühl für seine neue Aprilia, doch der Blick auf den Zeitenmonitor ernüchtert den Japaner.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Aprilia-Werkspilot Marco Bezzecchi war der einzige Fahrer, der die Ducati-Dominanz beim Sepang-Test brechen konnte. Beim ersten großen Kräftemessen der MotoGP-Saison 2026 sprengte Bezzecchi mit seiner 2026er-Aprilia das Ducati-Trio Alex Marquez, Fabio Di Giannantonio und Marc Marquez an der Spitze. Aprilia-Markenkollege Ai Ogura tat sich etwas schwerer, auf gute Rundenzeiten zu kommen.
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Ogura wurde in der kombinierten Zeitenliste auf der zwölften Position geführt und lag 0,924 Sekunden zurück – zu viel für den ambitionierten Japaner, der sich in seiner zweiten Saison in der Königsklasse etablieren will. «Ich erwartete ein bisschen mehr. Deshalb bin ich nicht besonders happy», gestand Ogura am Ende der drei Testtage in Malaysia. Die 2026er-Aprilia ist ein Fortschritt, aber ... Woran liegt es? Ist die neue Aprilia kein Fortschritt? «Es ist immer ein Zusammenspiel von Fahrer und Motorrad. Ich erwartete, ein paar Zehntelsekunden schneller zu sein. Doch diese Zeit konnte ich nicht finden», grübelte Ogura.
Der 2026er-Aprilia stellt er grundlegend ein positives Zeugnis aus. «Ich habe ein gutes Gefühl für das Motorrad, auch wenn ich die gleichen Rundenzeiten fahre. Ich bin mit der 2026er-Maschine genau so schnell wie mit dem Motorrad von 2025. Doch mein Gefühl für die 2026er-Maschine ist besser. Es fiel mir aber nicht so leicht, das letzte Quäntchen mehr zu geben», suchte Ogura den Fehler bei sich selbst.
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Im direkten Vergleich mit Aprilia-Speerspitze Bezzecchi erkennt Ogura ein klares Defizit, an dem er weiter arbeiten möchte: «Ich verliere hauptsächlich in den schnellen Kurven. Er kann mehr Geschwindigkeit mitnehmen und das Motorrad bei höheren Geschwindigkeiten besser umlegen.»
Beim folgenden Test in Buriram richtet Ogura den Fokus auf genau diese Schwäche. «Die Strecke in Thailand hat einen anderen Charakter, doch wir versuchen, daran zu arbeiten», erklärte der ehemalige Moto2-Weltmeister, der gesundheitlich angeschlagen in den Sepang-Test ging. «Auf dem Motorrad war es okay. Ich war fit genug, um zu fahren», kommentierte er.
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