Mika Häkkinen: Sebastian Vettel darf nicht nachlassen

Von Rob La Salle
Formel 1
Mika Häkkinen

Mika Häkkinen

​Der zweifache Formel-1-Champion Mika Häkkinen (49) meint über den vierfachen Weltmeister Sebastian Vettel (30): «Es ist ganz wichtig, dass Sebastian jetzt nicht nachlässt.» Der Finne sagt weshalb.

Auch Mika Häkkinen hat die WM-Entscheidung von Mexiko aufmerksam verfolgt. Was dem 49jährigen Finnen dabei besonders aufgefallen ist, sagt er in seiner neuen Kolumne des Wettanbieters Unibet: «Klar war es nicht ideal, dass Lewis Hamilton und Sebastian Vettel aufgrund der Vorkommnisse in der ersten Runde gleich so weit zurückfielen. Was mir dann aber gefallen hat: Wie sich Sebastian Vettel nach vorne kämpfte, er hat zu keiner Sekunde aufgegeben, auch wenn das am Ende nicht gereicht hat, um den Titelkampf bis nach Brasilien zu verlängern.»

«Vettel fährt in diesem Jahr ein gutes Auto. Aber es gab zu viele Schwierigkeiten mit der Standfestigkeit und zu viele Fehler, um den Schwung aus der ersten Saisonhälfte in den Herbst zu übertragen. Mercedes hat auf die neue Herausforderung hervorragend reagiert und am Schluss Ferrari vor eine unlösbare Aufgabe gestellt.»

Der Weltmeister von 1998 und 1999 sagt weiter: «Lewis Hamilton hat bewiesen, dass er nichts von seinem Siegeshunger verloren hat. Und wenn es dabei bleibt, dann wird er noch mehr WM-Titel einfahren.»

«Für Brasilien und Abu Dhabi ist Hamilton in einer beneidenswerten Lage. Es geht um nichts mehr, er kann den Sport unbelastet geniessen. Und ich zweifle keine Sekunde, dass er so ehrgeizig wie zuvor den Sieg anstrebt.»

«Sebastian Vettel darf gleichzeitig nicht nachlassen. Valtteri Bottas ist bis auf fünfzehn Punkte herangerückt. Beide wollen die Saison im Hoch beenden – das verspricht alles spannende Positionskämpfe in Interlagos und auf der Insel Yas.»

Der 20fache GP-Sieger Häkkinen ist auch überzeugt, dass Red Bull Racing anhaltend ein Wörtchen um Siege mitreden kann: «Der Rennstall hat schöne Fortschritte gemacht. Verstappen hat zwei der letzten vier Rennen gewonnen, und niemand hat seine grandiose Darbietung vor einem Jahr in Brasilien vergessen. Auch wenn der WM-Titel entschieden ist, erwarte ich ein unterhaltsames Rennen – mit einem Hamilton, der ganz entspannt aufgeigen kann, mit einem Vettel, der sich gegen Bottas absichern muss, mit dem starken Verstappen. Und wenn dann noch eine Prise typisches Interlagos-Wetter hinzukommt, dann erwartet uns ein echter Klassiker.»

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