Nico Rosberg lobt Ferrari, Seitenhieb gegen Hamilton

Von Otto Zuber
Formel 1
Nico Rosberg: Lob für Mercedes und Ferrari, Provokation für Lewis Hamilton

Nico Rosberg: Lob für Mercedes und Ferrari, Provokation für Lewis Hamilton

Nico Rosberg glaubt nicht, dass sein früherer Mercedes-Stallgefährte Lewis Hamilton in diesem Jahr besser geworden ist. Der Deutsche lobt lieber das Silberpfeil-Team und auch die Leistungssteigerung von Ferrari.

Es war ein erbitterter WM-Kampf, den sich Nico Rosberg und Lewis Hamilton 2016 geliefert haben, und dessen Auswirkungen sind auch ein Jahr nach dem WM-Showdown noch zu spüren. Denn die beiden Streithähne lassen immer noch kaum eine Gelegenheit aus, verbale Seitenhiebe gegen den früheren Stallgefährten auszuteilen.

So erklärte Hamilton unlängst, dass er in den 78 gemeinsamen Renneinsätzen mit Rosberg nichts von seinem früheren Teamkollegen gelernt habe. «Ich habe generell von all meinen Teamkollegen nicht viel mitgenommen», relativierte der Brite im CNN-Interview mit Unschuldsmiene, wohlwissend, dass ihm die Schlagzeilen mit seiner vorangegangenen Aussage sicher waren.

Doch auch Rosberg lässt sich nicht zwei Mal bitten, wenn er die Gelegenheit bekommt, den vierfachen Champion mit gewissen Aussagen ärgern. Auf die Frage, ob sich Hamilton in diesem Jahr leistungsmässig gesteigert habe, erklärte der Champion von 2016 im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung trocken: «Ich weiss ja, auf welchem Level er im vergangenen Jahr gefahren ist. Ich kann das wohl von allen am besten beurteilen. Ich würde sagen: nein.»

Vielmehr sei die Leistung von Mercedes anzuerkennen, betonte der Sohn des 1982er-Weltmeisters Keke Rosberg, der auf Einladung des deutschen TV-Senders RTL als Gast-Experte in Abu Dhabi weilt. «Eine Regeländerung mit einer derartigen Dominanz zu überstehen, ist sehr, sehr Selten in der Formel 1 Das war der nächste Schritt zu einem Legendenstatus»˛ rührte der Markenbotschafter des deutschen Autobauers brav die Werbetrommel für das GP-Team mit dem Stern.

Aber auch für Kontrahent Ferrari hat Rosberg lobende Worte. Der 32-Jährige, der zwischen 2006 und 20016 stolze 206 GP-Einsätze bestritten und 23 Siege errungen hat, betonte: «Man muss deren Leistungssteigerung als Wunder betrachten. Dort herrschte 2016 ein Durcheinander, es gab einen großen Personalwechsel, die waren im Niemandsland.»

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