Fernando Alonso (McLaren): «Ich kann nicht zaubern»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Fernando Alonso jagt Felipe Massa

Fernando Alonso jagt Felipe Massa

​Wie in Brasilien balgte sich McLaren-Star Fernando Alonso auch beim WM-Finale von Abu Dhabi mit seinem früheren Stallgefährten Felipe Massa. Nur, dass dieses Mal der Spanier die Nase vorn hatte.

Fernando Alonso hat in Abu Dhabi einen starken neunten Rang eingefahren. Zwei Wochen zuvor in Brasilien musste er noch dem Williams-Mercedes von Felipe Massa die Vorfahrt überlassen, dieses Mal hatte der Spanier die Nase vorne.

Fernando über Massa: «Wir haben vierzehn Jahre gemeinsam in der Formel 1 verbracht, er ist ein toller Racer und ein Kerl, den du einfach gern haben muss. Ich wünsche ihm für die Zukunft nur das Beste.»

Alonso zu seinem letzten Rennen in einem McLaren-Honda: «Das waren drei lange Jahre. Niemand kann schönreden, dass wir unter den Erwartungen geblieben sind. Aber ich darf stolz sein auf meine Arbeit, die ich in dieses Projekt investiert habe. Aber guten Willen und an mangelnder Arbeit liegt es nicht. Alles Gute an Honda, aber nun freue ich mich auf die Arbeit mit McLaren-Renault.»

Grundstein zu Rang 9 war für Fernando: «Wir sind früher zum Stopp reingekommen als Massa. Wir wollten vor ihm auf der Bahn sein, wenn er selber frische Reifen holt. Das hat geklappt. Aber Wunder kann ich keine vollbringen. Ich kann nicht mehr Leistung aus dem Heck zaubern, ich kann nicht mehr aus den Reifen holen, ich kann nicht mehr Sprit sparen. Also war mir klar, dass ich gegen Carlos Sainz keine Chance haben würde.»

Das Problem löste sich von selber: Die Renault-Mannschaft zurrte das linke Vorderrad nicht richtig fest, der junge Madrilene musste seinen gelben Renner in die Wiese stellen statt sich auf Alonso zu werfen.

Fernando: «Dieses Mal ist es für uns und gegen Massa gelaufen. Es hat gut getan, in die Punkte zu fahren. Start und Strategie haben gut funktioniert, das zeigt – das Team arbeitet richtig.»

«Im letzten Rennen des Jahres willst du immer auf einer positiven Note aufhören und so in den Winter gehen. Das ist uns gelungen. Schon in wenigen Tagen denke ich nur noch an 2018, wenn wir die neuen Pirelli testen.»

«Dann freue ich mich auf den Langstreckenklassiger von Daytona im Januar. Ich bin keiner, der im Winter zwei oder drei Monate untätig herumsitzen kann. Ich muss Renngeräte bewegen, um frisch zu bleiben.»

«Podestplätze und Siege müssen für McLaren-Renault das Ziel für 2018 sein. Das sollte für McLaren die Normalität sein. Ich glaube, wir sind da auf einem guten Weg.»

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