Reine Frauen-Meisterschaft: Toto Wolff ist kritisch

Von Otto Zuber
Formel 1
Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff untestützt die Initiative seiner Frau Susie

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff untestützt die Initiative seiner Frau Susie

Für Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff macht eine exklusive Frauen-Meisterschaft wenig Sinn. Er ist überzeugt, dass Frauen im Motorsport mit den Männern mithalten können und deshalb auch gegen sie antreten sollen.

Noch existieren nur Pläne für eine rein weibliche Motorsport-Serie. Ein in London ansässiges Unternehmen will im übernächsten Jahr eine sechs Läufe umfassende Meisterschaft austragen, bei der nur weibliche Athletinnen an den Start gehen. Der Siegerin soll ein Formel-1-Test als Belohnung für den Titel winken. Damit soll den Pilotinnen die Chance gegeben werden, ihr Talent zu zeigen.

Doch nicht alle sind überzeugt, dass die Trennung nach Geschlechtern eine gute Idee ist. Einer der Kritiker ist etwa Toto Wolff, der überzeugt ist, dass die Schaffung einer Meisterschaft nur für Frauen das Ende der Bemühungen bedeuten würde, Mädchen auf hohem Niveau gegen Jungs antreten zu lassen.

Der Gatte der früheren Rennfahrerin Susie Wolff ist überzeugt, dass Frauen im Motorsport durchaus in der Lage sind, auf Augenhöhe mit ihren männlichen Berufskollegen zu kämpfen. Auch wenn der letzte GP-Einsatz einer Frau bereits mehr als 40 Jahre zurückliegt.

Mit Lella Lombardi stand letztmals im Österreich-GP von 1976 eine Frau in der Startaufstellung zu einem Formel-1-WM-Lauf. 1992 versuchte es mit Giovanna Amati eine weitere Italienerin, doch die damals 29-Jährige scheiterte bei ihren Versuchen, sich für die Rennen in Südafrika, Mexiko und Brasilien zu qualifizieren, daraufhin ging ihr das Geld aus.

Toto Wolff betont dennoch: «Wenn es in einem Sport um körperliche Kraft geht, dann macht die Trennung nach Geschlechtern definitiv Sinn. Aber im Motorsport verhält es sich ein bisschen wie beim Reiten, wo man mit den gleichen Hilfsmitteln antritt. Ich bin mir sicher, dass der Motorsport zu jenen Sportarten gehört, in denen es Frauen mit den Männern aufnehmen können.»

Der 45-jährige Wiener weiss: «Wir brauchen mehr Frauen im Kartsport. Derzeit kommen auf 100 Kinder drei Mädchen.» Und damit sich das in Zukunft ändert, hat seine bessere Hälfte die Initiative «Dare To Be Different» ins Leben gerufen. Mit dieser will sie Frauen in allen Bereichen des Motorsports fördern. «Susies Bewegung soll mehr junge Mädchen ermutigen, mit dem Kartfahren zu beginnen. Es gibt starke Fahrerinnen da draussen, aber wir brauchen mehr davon.»

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