Brendon Hartley: Fernando Alonso wird Le Mans lieben

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Sportwagen-Weltmeister, Toro-Rosso-Fahrer und Le-Mans-Sieger Brendon Hartley (28) ist überzeugt, Fernando Alonso wird Le Mans viel Spass haben. «Le Mans ist das bewegendste aller Autorennen.»

Acht Jahre musste sich Brendon Hartley seit seinem zuvor letzten Formel-1-Test mit Toro Rosso gedulden, dann endlich hat es mit der GP-Premiere geklappt: Der 28jährige Hartley wurde in Austin zum ersten Neuseeländer seit Mike Thackwell in Deutschland 1984, der zu einem Formel-1-WM-Lauf antrat.

Brendon Hartley gehörte einst zur Nachwuchsmannschaft von Red Bull. Dr. Marko: «Brendon war als Red-Bull-Juniorfahrer immer schnell. Nur hat er damals dem Druck nicht standgehalten, was sich in Fehlern im Qualifying und in den Rennen gezeigt hat. Doch er hat sich bei Porsche in der Langstrecken-WM, wie wir sagen gemausert. Er wurde zum schnellsten Porsche-Piloten. Wir hatten immer Kontakt zu ihm, auch durch persönliches Sponsoring. Als dann klar wurde, dass wir einen Fahrer für Toro Rosso brauchten, wollten wir jemanden aus unserem Pool.»

Hartley wurde mit Porsche Sportwagen-Weltmeister 2015 und 2017, in der Saison 2017 triumphierte er auch beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Hartley gibt offen zu: «Damals war ich für die Formel 1 nicht bereit. Doch seither hat sich viel getan. Als klar wurde, dass sich bei Toro Rosso eine Lücke öffnet, rief ich Dr. Marko an.»

Der Neuseeländer wurde beim Debüt in Texas 13., dann fiel er in Mexiko und Brasilien aus, in Abu Dhabi folgte Platz 15. In den Abschlusstrainings setzte es in Austin eine Niederlage gegen Daniil Kvyat, das Duell mit Pierre Gasly endete unentschieden.

Red Bull bestätigte Mitte November: Hartley und Gasly werden die komplette Saison 2018 für Toro Rosso fahren.

Brendon meint: «Ich habe das grosse Privileg, dass ich einen Traum verwirklichen kann. Und ich habe bei den letzten Läufen der Saison 2017 bewiesen, dass ich diese Chance verdiene.»

Hartley bestritt im Herbst ein hartes Parallelprogramm zwischen Grands Prix mit Toro Rosso und Langstreckenrennen mit Porsche. Der Neuseeländer sagt gegenüber unseren Kollegen der Gazzetta dello Sport: «Die Vorbereitung der Rennställe auf die Einsätze ist ungefähr gleich aufwändig. Der Porsche und der Toro Rosso, diese Autos sind beide High-Tech, nur haben wir im Formel-1-Renner weniger elektronische Hilfsmittel, dafür mehr Abtrieb, und die Reifen sind komplett verschieden.»

Hartley schwärmt von Le Mans: «Ich bin überzeugt davon, dass Fernando Alonso viel Spass haben wird. Le Mans ist das bewegendste aller Autorennen. Wenn du dort auf dem Siegerpodest stehst und auf die verrückte Menge herunterschaust, dann bist du wie auf Wolke 7. Die Anspannung ist enorm. Ein kleiner Fehler, und die Vorbereitung von einem Jahr ist im Eimer.»

«In der Formel 1 bist du Einzelkämpfer. Auf der Langstrecke müssen die drei Fahrer an einem Strick ziehen, das bedeutet auch – du gehst Kompromisse ein. Mark Webber und Timo Bernhard waren in Sachen Kooperation herausragend.»

Honda hat drei Jahre lang als McLaren-Partner enttäuscht. Nun rüsten die Japaner Toro Rosso aus. Macht sich Brendon Hartley Sorgen? «Nein. Ich sehe das Positive. Wir sind Exklusivpartner. Das ist für uns eine grosse Chance.»

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