Neuer Mercedes von Lewis Hamilton: Der Motor läuft

Von Rob La Salle
Formel 1
Windkanal-Arbeit bei Formel-1-Champion Mercedes

Windkanal-Arbeit bei Formel-1-Champion Mercedes

​Immer ein festlicher Moment im Rennwagenwerk: das Fire-up. Wenn also der Motor des neuen Rennwagens zum ersten Mal im Fahrzeug zum Leben erweckt wird. Mercedes zeigt das in einem Video.

Teamchef Toto Wolff hat vor kurzem über die Stimmung im Rennwagenwerk von Weltmeister Mercedes-Benz so beschrieben: «Die Stimmung ist gut. Die Stimmung ist vor allem deswegen so gut, weil wir zum ersten Mal den Motor im neuen Rennwagen angelassen haben. Das sind immer aufregende Tage, denn nun fügt sich zusammen, was über Monate entworfen und konstruiert worden ist. Das Auto wird gewissermassen lebendig.»

Mercedes schreibt zu einem kurzen Video: «Die Luft ist erfüllt von angespannter Energie. Zwölf Monate oder tausend Mannstunden pro Jahr und nun wird der erste Meilenstein passiert: Der W09 ist mehr als eine Maschine. Er ist Träger der Leidenschaft und des inneren Antriebs der ganzen Rennmannschaft. Und so wird das Realiät ...»



Mercedes wird den neuen Wagen am 22. Februar in Silverstone präsentieren, dort findet auch ein Probelauf statt. Die Formel-1-Wintertests beginnen anschliessend am 26. Februar auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya.

Wolff über die Vorbereitung: «Es läuft nie so reibungslos, wie wir das gerne hätten. Du versuchst mit dem neuen Renner immer, die Grenze neu zu definieren, den Wagen noch leichter zu machen und mehr Speed herauszuholen. Wir hatten einen guten Winter, es gab keine Dramen. Aber du spürst auch die Anspannung.»

Mercedes bezeichnete den WM-Renner von 2017 selber als Diva. Für die Saison 2018 wird mit einem kürzeren Radstand reagiert. Ferrari geht für Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen genau den umgekehrten Weg!

Mercedes-Teamchef Toto Wolff: «Wir würden die guten Seiten der Diva gerne behalten und ihre Launen loswerden. Aber viele Teams haben Mühe damit zu verstehen, warum ein Auto an bestimmten Tagen funktioniert und an anderen Tagen nicht. Wir selber arbeiten hart daran, das besser zu verstehen.»

Auf die Frage, ob die Probleme mit der idealen Verwendung der Reifen etwas mit dem Radstand zu tun hätten, meinte Toto Wolff: «Nein, wir sind davon überzeugt, dass die Schwierigkeiten, die wir ab und an hatten, nichts mit unserem längeren Radstand zu tun gehabt haben. Auch Ferrari und Red Bull Racing haben bessere und weniger gute Tage.»

Doch der Schweizer Marc Surer, früherer Grand-Prix-Pilot und langjähriger Formel-1-Experte der deutschen Sky, stellte fest: «Mercedes hatte das längste Auto im Feld und einen deutlich längeren Radstand als Ferrari und Red Bull Racing. Dieser längere Radstand machte den Silberpfeil ein bisschen unhandlich in 90-Grad-Kurven, die es zum Beispiel in Singapur zuhauf gibt.»

Toto Wolff gab im letzten Saisondrittel zu wissen: «Wir glauben fest an unser Konzept. In den letzten Jahren gab es diesen Unterschied beim Radstand nicht, und doch haben wir uns besonders schwer getan in Singapur. Wir müssen einfach besser verstehen, wieso wir hier unter Wert geschlagen werden. Dafür sind die den Gegnern in Monza und Silverstone um die Ohren gepfiffen. Es geht jeweils um den besten Kompromiss.»

Dennoch sickerte aus England durch: Mercedes werde 2018 das Modell W09 mit kürzeren Radstand auf die Bahn schicken, die Rede ist von stattlichen zehn Zentimetern.

Ferrari sucht sein Heil interessanterweise im umgekehrten Weg: Am 22. Februar wird auch ihr neuer Wagen im Internet präsentiert, noch wissen wir nicht, wie das Modell heissen wird. Intern trägt der neue Wagen von Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen die Projektnummer 669.

Um sechs Zentimeter soll der Radstand des neuen Ferrari wachsen, das würde bedeuten, dass die grossen Rivalen der vergangenen Saison mit fast identischem Radstand antreten: Mercedes mit 3,66 Metern, Ferrari mit 3,654 Metern.

Die wichtigsten Termine 2018

Team-Präsentationen
15. Februar: Williams (London)
20. Februar: Renault (Internet)
20. Februar: Sauber (Hinwil)
22. Februar: Ferrari (Maranello)
22. Februar: Mercedes (Silverstone)
23. Februar: McLaren (Woking)
26. Februar: Toro Rosso (Barcelona)

Wintertests
26. Februar bis 1. März: Cirucit de Barcelona-Catalunya
6. bis 9. März: Circuit de Barcelona-Catalunya

Testfahrten innerhalb der Saison
15./16. Mai: Cirucit de Barcelona-Catalunya
31. Juli/1. August: Hungaroring

Formel-1-WM
25. März: Australien (Melbourne)
8. April: Bahrain (Sakhir)
15. April: China (Shanghai)
29. April: Aserbaidschan (Baku)
13. Mai: Spanien (Barcelona)
27. Mai: Monaco (Monte Carlo)
10. Juni: Kanada (Montreal)
24. Juni: Frankreich (Le Castellet)
1. Juli: Österreich (Spielberg)
8. Juli: Grossbritannien (Silverstone)
22. Juli: Deutschland (Hockenheim)
29. Juli: Ungarn (Budapest)
26. August: Belgien (Spa-Francorchamps)
2. September: Italien (Monza)
16. September: Singapur
30. September: Russland (Sotschi)
7. Oktober: Japan (Suzuka)
21. Oktober: USA (Austin)
28. Oktober: Mexiko (Mexiko-Stadt)
11. November: Brasilien (São Paulo)
25. November: Abu Dhabi (Insel Yas)

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