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Franz Tost (Toro Rosso): Dank Honda 2018 vierte Kraft

​Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost hat mit dem neuen Exklusiv-Partner Honda grosse Pläne. «Die ersten drei Ränge in der Konstrukteurs-WM sind betoniert. Dahinter aber ist im vorderen Mittelfeld so gut wie alles möglich.»

Formel 1

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Im vergangenen Jahr visierte Toro-Rosso WM-Schlussrang 5 an. Im ersten Saisondrittel hielt das Team diesen Platz, erst später rutschte Toro Rosso zurück, vor allem wegen der mangelnden Standfestigkeit von Renault.

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Nun sagt Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost über die Ziele 2018: "Wir haben grosse Pläne mit Honda, auch mittel- und langfristig. Ich sage immer – die ersten drei Ränge mit den Top-Teams sind in der Konstrukteurs-WM weg, aber dahinter ist im dichten Mittelfeld im Kampf um Rang 4 alles möglich. Wir wollen uns im vorderen Mittelfeld einnisten. Was realistisch möglich ist, das kann ich frühestens nach dem Abschluss der Wintertests abschätzen, eventuell sogar erst nach den ersten Saisonrennen."

"Das Verhältnis mit Honda entwickelt sich prächtig. Die Arbeit mit den Japanern läuft hervorragend. Wir sind auch zufrieden mit den Fortschritten in Sachen Standfestigkeit und Leistung. Wir arbeiten nun erstmals in unserer Geschichte als Werksteam mit einem Hersteller zusammen, das ist ein grosser Schritt für uns. Honda eröffnet uns völlig neue Möglichkeiten."

Über diese Möglichkeiten sagt Technikchef James Key: "Die Leute reden oft davon, wie spät wir die Motorentscheidung erfahren hätten und was das für das Auto bedeutet habe. Die Wahrheit ist – wir hatten schon Jahre, da fiel die Entscheidung noch später. Und die Architektur des Honda-Motors ist so kompakt, dass es uns nicht schwergefallen ist, das Chassis für das Triebwerk einzupassen. Wir haben in den vergangenen Jahren ein paar Mal den Motorpartner gewechselt, und wir hatten mit der Veränderung eigentlich nie Probleme. Honda schenkt uns Möglichkeiten, die uns zuvor verschlossen waren."

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"Die grösste Änderung für mich war nicht der Motor, sondern der Halo. Hier standen wir von einer neuen Herausforderung, weil wir damit aus den Jahren zuvor keine Erfahrung hatten. Die strengen Vorgaben, was Chassis und Halo verkraften müssen, war nicht ohne."

"Was den Rest des Autos anging, so sprechen wir von vorwiegend von Verfeinerungen. Wir fanden, es gibt bei der Aerodynamik Bereiche, mit welchen wir nicht ganz glücklich waren. Dank Honda konnten wir das Heck viel aufgeräumter gestalten als zuvor, das hat geholfen. Was den Seitenkastenbereich angeht, so sehen wir hier eine erste Version, die wird sich schon im Laufe der Tests und dann auch zu Australien hin verändern. Ich erwarte ohnehin, dass wir bei den verschiedenen Rennställen diesbezüglich sehr viele Entwicklungen erleben werden. Wir haben ferner die Geometrie der Hinterradaufhängung verändert, weil wir fanden, wir haben 2017 nicht alles aus den Möglichkeiten der Reifen gemacht. Auch hier hat Honda geholfen. Die Architektur des Motors machte es leichter, ein Getriebe zu bauen, mit dem wir die Änderungen an der Aufhängung besser umsetzen können. Generell würde ich sagen – der vordere Wagenbereich ist eine Evolution von 2017, das Heck ist komplett neu."

Nochmals Franz Tost: "Exklusiv mit Honda zu arbeiten, das öffnet uns den Zugang zu gewaltigen Ressourcen. Wir können Versuche mit Motor und Getriebe durchführen, mit dem Motor und dem kompletten Kühlsystem. Wir profitieren schon heute von den Möglichkeiten, die Honda bieten kann und freuen uns sehr auf die neue Saison."

James Key: "Bislang lief alles reibungslos. Die Installation verlief gut, die Arbeit mit Honda gedeiht prächtig. Wir wurden so früh fertig, dass wir das Fire-up einen Tag früher als geplant durchführen konnten. Auch der Filmtag in Misano verlief reibungslos. Wir klopfen auf Holz, dass es so positiv weitergeht."

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Die wichtigsten Termine 2018

Wintertests

26. Februar bis 1. März: Circuit de Barcelona-Catalunya

6. bis 9. März: Circuit de Barcelona-Catalunya

Testfahrten innerhalb der Saison

15./16. Mai: Circuit de Barcelona-Catalunya

31. Juli/1. August: Hungaroring

Formel-1-WM

25. März: Australien (Melbourne)

8. April: Bahrain (Sakhir)

15. April: China (Shanghai)

29. April: Aserbaidschan (Baku)

13. Mai: Spanien (Barcelona)

27. Mai: Monaco (Monte Carlo)

10. Juni: Kanada (Montreal)

24. Juni: Frankreich (Le Castellet)

1. Juli: Österreich (Spielberg)

8. Juli: Grossbritannien (Silverstone)

22. Juli: Deutschland (Hockenheim)

29. Juli: Ungarn (Budapest)

26. August: Belgien (Spa-Francorchamps)

2. September: Italien (Monza)

16. September: Singapur

30. September: Russland (Sotschi)

7. Oktober: Japan (Suzuka)

21. Oktober: USA (Austin)

28. Oktober: Mexiko (Mexiko-Stadt)

11. November: Brasilien (São Paulo)

25. November: Abu Dhabi (Insel Yas)

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