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Toto Wolff (Mercedes): «Ein Schlag ins Gesicht»

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff musste in Australien zuschauen, wie sein Schützling Lewis Hamilton die Führung an Ferrari-Rivale Sebastian Vettel verlor. Der Chef vermutet einen Software-Fehler.

Formel 1

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"Kann mir mal einer erklären, was genau passiert ist?", wunderte sich Lewis Hamilton während des ersten Saisonlaufs im Albert Park von Melbourne, nachdem er während der Gelbphase die Führung an seinen letztjährigen Titelrivalen Sebastian Vettel verlor. Der Deutsche hatte während der virtuellen Safety-Car-Phase die Gunst der Stunde genutzt und war zum Reifenwechsel abgebogen.

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Weil der Boxenstopp flott vonstatten ging, kam der vierfache Champion erneut in Führung wieder auf die Strecke. Diese hatte er wenige Runden zuvor übernommen, weil erst sein Teamkollege Kimi Räikkönen vom zweiten Platz aus an die Box abgebogen war, worauf Leader Hamilton mit einem Stopp im darauffolgenden Umlauf reagierte.

Dass Vettel in Führung blieb, sorgte nicht nur bei Hamilton für Verwunderung, auch an der Mercedes-Boxenmauer gab es viele verdutzte Gesichter, denn gemäss Motorsportdirektor Toto Wolff sagten die Computersimulationen der Sternmarke voraus, dass der Heppenheimer 15 Sekunden Vorsprung gebraucht hätte, um seine Position zu verteidigen.

Vettel war aber nur 11 Sekunden vor Hamilton unterwegs, als er an die Box abbog. Und blieb trotzdem vorne – am Ende siegte er vor Hamilton, dessen Teamkollege Valtteri Bottas kreuzte die Ziellinie als Achter und betrieb damit Schadensbegrenzung. Denn der Finne hatte nach einem Crash im Qualifying einen ungeplanten Getriebewechsel vornehmen lassen müssen, was ihn von Startplatz 10 auf Position 15 zurückgeworfen hatte.

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"Der Computer sagte uns, es braucht einen Vorsprung von 15 Sekunden und Vettel war nur elf, zwölf Sekunden vorne und konnte seine Position dennoch halten. Warum das passiert ist, wissen wir noch nicht, das müssen wir noch herausfinden. Ich vermute, dass es ein Software-Fehler ist, anders ist es nicht zu erklären", erklärte Wolff im TV-Interview mit ORF.

Und gegenüber Sky gestand der Österreicher: "Das war ein Schlag ins Gesicht, genauso wie Valtteri Bottas’ Crash gestern. Jeder dachte, wir würden wieder gleich zu Saisonbeginn davonziehen und alles, was ich sagen kann, ist: Das ist nicht der Fall. An der Spitze geht es sehr eng zu, und ich glaube, das ist auch die Message, die alle hören wollen."

Dass Hamilton in der Folge nicht am roten Renner aus Maranello vorbeiziehen konnte, hatte mehrere Gründe, wie Wolff erklärte: "Auf dieser Strecke kann man ganz generell kaum überholen, es ist unheimlich schwierig, nah an die Fahrzeuge heranzufahren, du verlierst dabei so viel Grip, dass selbst ein Max Verstappen und ein Hamilton nicht am Vordermann vorbeigekommen sind."

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