Schon wieder 1. April? Monaco mit neuer Pistenführung

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Seit Jahren geistert das Gerücht durchs Formel-1-Fahrerlager: Die Pistenführung des traditionsreichen Circuit de Monaco werde geändert. Was Fürst Albert von Monaco zu solchen Ideen sagt.

Seit 1955 wird der Grosse Preis von Monaco ununterbrochen ausgetragen, länger als jeder andere Formel-1-WM-Lauf. Ebenso anhaltend ist davon die Rede, die Pistenführung des ehrwürdigen Circuit de Monaco zu ändern, der kürzesten und langsamsten aller GP-Rennstrecken.

Erste Reaktion: Haben wir nochmals 1. April? Zweiter Gedanke: So ganz neu wäre das nicht, denn die Piste ist im Laufe der Jahre immer wieder geändert worden.

Ein kurzer Blick zurück: Die Piste von 1955 war 3,18 Kilometer lang, heute misst sie 3,337 km. Im grossen Ganzen fahren Vettel, Hamilton und Alonso an den gleichen Mauern vorbei wie vor Jahren Caracciola, Fangio und Clark. Allein das erzeugt vielen Formel-1-Freunden einen wohligen Schauer.

Start/Ziel-Gerade, hoch zum Casino, am alten Bahnhof, später am Loews-Hotel vorbei wieder runter zum Meer, alles ein alter Hut. Änderungen wurden aus Gründen der Sicherheit umgesetzt, oder weil Neubauten das unumgänglich machten. Früher etwa fand der Start unten am Meer statt, nicht vor der Sainte-Devote-Kirche.

Grössere Umstellung dann 1973, als das Schwimmbad gebaut wurde, vier neue Kurven kamen hinzu. Ebenso gab es früher den Weg um die Rascasse nicht. Der Tunnel wurde mit dem Bau des Loews-Hotels verlängert, die erste Kurve 1976 enger gestaltet.

Pläne gab es immer wieder, die Piste zu verlängern, etwa dem Meer entlang Richtung Italien. Konkret ist daraus nie etwas geworden, aber Fürst Albert von Monaco sagt nun im italienischen Portal sportfair.it, angesprochen auf das chronische Problem, auf dem Strassenkurs zu überholen: «Ich sage nicht, dass eine Pistenänderung unbedingt notwendig ist. Aber es wird der Punkt kommen, an welchem wir uns zusammensetzen und erneut fragen: Wie können wir die Piste nicht nur verbessern, sondern auch ein wenig aufregender gestalten? Sollen wir nicht das Layout ändern? Über einige lose Ideen sind wir bislang nicht hinausgekommen, das steckt noch alles in unseren Köpfen. Wie ich die Zukunft sehe? Dieser Grand Prix ist fester Bestandteil des Sports, ich kann mir keine Formel 1 ohne WM-Lauf in Monaco vorstellen.»

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