Nico Hülkenberg nach Crash in Baku: Was Renault sagt

Von Mathias Brunner
Formel 1
Nico Hülkenberg mit Cyril Abiteboul

Nico Hülkenberg mit Cyril Abiteboul

​Die beiden Renault geigten zu Beginn des Baku-GP mit den Autos von Red Bull Racing mit. Carlos Sainz fuhr schliesslich einen feinen fünften Platz ein, Nico Hülkenberg baute einen Unfall. Was Renault dazu sagt.

Die Fans von Nico Hülkenberg rieben sich in den Augen: Wurde da vielleicht aus Baku eine Wiederholung des Rennens von 2017 gezeigt? Leider nein – der Renault des Emmerichers landete wie vor einem Jahr in der Mauer. 2017 kam Nico etwas mehr als 24 Runden weit und setzte dann sein Auto in Kurve 7 in die Pistenbegrenzung. Dieses Mal war er schon in Runde 10 aus, nachdem er am Ausgang von Kurve 4 den Renault kaltverformt hatte.

Was in diesem Rennen möglich gewesen wäre, zeigte Carlos Sainz: Der Madrilene wurde guter Fünfter. Daher spricht Renault-Teamchef Cyril Abiteboul auch «von einem lachenden und einem weinenden Auge. Mit dem Rennen von Carlos bin ich sehr zufrieden. Was Nico angeht, so weiss ich: Hülkenberg macht in der Regel einen Fehler pro Jahr, wie es scheint, jeweils in Baku. Bei einem Fehler pro Saison fällt es mir schwer, meinen Piloten zu kritisieren.»

Vielleicht ist Abiteboul auch so nachgiebig, weil er sich den WM-Stand angeschaut hat: Dank des fünften Rangs von Sainz ist Renault bis auf einen WM-Zähler an McLaren herangerückt, an jenen Platz 4, den die Gelben in dieser Saison zum Ziel erklärt haben.

«Ich wusste nicht so recht, was ich von diesem Rennen erwarten sollte», sagte Abiteboul nach dem chaotischen Baku-GP. «Aber das beste Ergebnis einzufahren, seit wir werksmässig wieder Formel-1-Sport betreiben, damit dürfen wir gewiss zufrieden sein.» Tatsächlich erreichte Hülkenberg 2017 vier sechste Plätze als bestes Resultate – in Barcelona, Silverstone, Spa-Francorchamps und Abu Dhabi.

Cyril Abiteboul: «Carlos ist ein sehr reifes Rennen gefahren. Er hat sich aus allem Ärger herausgehalten und sein Reifen-Management war vorbildlich.»

«Was uns angeht, so ist für mich immer die beste Messlatte Red Bull Racing. Von daher darf ich sagen: Wir rücken näher, das entspricht genau unserem Kurs. In Aserbaidschan wollten wir einen stattlichen Schritt nach vorne machen. Wir hatten neue Flügel und seitliche Luftleit-Elemente im Gepäck, das hat sich alles bewährt, in Barcelona werden wir beim Motor zulegen. Wir sind zuversichtlich, dass diese Schritte unsere Position am vorderen Ende des Mittelfelds festigen. Aber um das zu erreichen, muss jede Entwicklung ein voller Erfolg sein.»

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