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Lewis Hamilton (Mercedes): Motor in Kanada kritisch

​Formel-1-Champion Lewis Hamilton ist erleichtert, dass er in Montrel als Fünfter noch Punkte eingefahren hat. Mercedes-Chefstratege James Vowles sagt, wie angeschlagen der Motor des Briten war.

Formel 1

Im Artikel erwähnt


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Mercedes musste den geplanten Einsatz der jüngsten Motor-Ausbaustufe verschieben. Die Triebwerke waren bereits nach Kanada geschickt worden, als Alarmzeichen aus dem Motorenwerk von Brixworth kamen – aufgrund von Toleranzmängeln im Kurbelwellenbereich. So setzte Mercedes als einziges Team in Montreal keine frischen Aggregate ein. Renault und Honda brachten verbesserte Motoren, die Ferrari-Kunden Haas und Sauber hatten das schon in Monaco getan, Sebastian Vettel erhielt einen verbesserten Motor, Kimi Räikkönen nicht. Der Finne ist nach einem Motorwechsel in Spanien aus dem normalen Einsatzplan herausgefallen.

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Lewis Hamilton berichtete nach dem Kanada-GP und einer diskreten Fahrt zu Rang 5, er sei froh, überhaupt die karierte Flagge gesehen zu haben. Denn sein Triebwerk habe im ersten Rennteil überhitzt. Mercedes-Chefstratege James Vowles bestätigt das in seiner Nachbesprechung des WM-Laufs. Der 38jährige Engländer erläutert: "Wir haben in diesem Jahr 21 Rennwochenenden, wir haben gleichzeitig drei Triebwerke, da ist die Rechnung einfach – ein Motor muss im Schnitt sieben GP-Wochenenden lang halten. Wir wollten in Kanada, auf einer Bahn, wo der Motor stark beansprucht wird, das neue Triebwerk bringen, der bisherige Motor wäre beim Ungarn-GP nochmals zum Einsatz gekommen, wo den Aggregaten nicht so viel abverlangt wird."

"Der Motor an sich ist beim Kanada-GP in allen Autos klaglos gelaufen, wir haben also mit den Triebwerk den einen, angestrebten Saisondrittel erreicht, das ist erfreulich. Fast alle Fahrer konnten ihre Motoren auch normal benutzen, wir setzten sie also nicht im Schongang ein. Die Probleme im Wagen von Lewis hatten nichts mit der Antriebseinheit an sich zu tun, sondern gingen auf ein Kühlproblem zurück." Wegen eines Defekts im Kühlwasserkreislauf wurde der Motor zu heiss, beim Boxenstopp rissen die Mechaniker eine Abdeckung von den seitlichen Kiemen, ab da lief der Motor wieder normal.

James Vowles weiter: "Die Probleme tauchten früh auf, hinter dem Safety-Car wurde der Motor sehr warm. Wir probierten, mit verschiedenen Einstellungen etwas zu ändern, Lewis achtete hinter Verstappen auch darauf, dass er nicht zu nahe am Niederländer liegt – damit der Motor mehr Kühlluft bekommt. Wir konnten das beim Boxenstopp dann korrigieren. Das hat aber auch zwei Nachteile. Du brauchst etwas mehr Zeit als bei einem normalen Stopp. Und die Aerodynamik ist nicht mehr die gleiche."

"Wie sich herausstellte, arbeiteten unsere Jungs überaus schnell, wir verloren vielleicht eine Zehntelsekunde beim Stopp. Der Verlust auf der Bahn können wir vergessen, denn nun hatte Hamilton wieder einen Motor, den er voll belasten konnte. Leider hatte er zu Beginn des Rennens zu viel Boden verloren, um noch etwas ausrichten zu können."

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