Honda: Keine Bevorzugung von Red Bull Racing

Von Otto Zuber
Formel 1
Honda-Rennchef Masashi Yamamoto

Honda-Rennchef Masashi Yamamoto

Wie die Red Bull-Nachwuchsschmiede Toro Rosso wird auch Red Bull Racing künftig mit den Antriebseinheiten von Honda unterwegs sein. Eine bevorzugte Behandlung für das A-Team von Red Bull gibt es aber nicht.

Beide Formel-1-Teams von Red Bull werden ab dem nächsten Jahr auf die Power von Honda setzen. Dies bestätigte Red Bull Racing am heutigen Dienstag. Somit folgt das Weltmeister-Team der Jahre 2010 bis 2013 dem Beispiel der Nachwuchstruppe Toro Rosso, die bereits in dieser Saison mit den japanischen Antriebseinheiten unterwegs ist und wie Red Bull Racing über einen Honda-Vertrag bis zum Ende der Saison 2020 verfügt.

«Diese Partnerschaft mit Honda ist der Beginn einer neuen Ära für Red Bull in der Formel 1», freut sich Red Bull-Berater Dr. Helmut Marko, der auch betont: «Toro Rosso und Red Bull Racing profitieren von der gleichen Zulieferung, die von Red Bull Technology koordiniert wird. Wir sind sehr beeindruckt vom Engagement und den Fortschritten, die Honda an den Tag gelegt hat und wir verfolgen beide das gleiche Ziel, um WM-Titel zu kämpfen.»

Obwohl die Hierarchie bei Red Bull klar ist und Red Bull Racing den Status des A-Teams geniesst, will Honda die beiden Rennställe des Energy-Drink-Herstellers gleich behandeln, wie Motorsportchef Masashi Yamamoto betont. «Wir werden beide mit der gleichen Spezifikation der Antriebseinheit ausrüsten», stellt er klar.

Und der Japaner erklärt auch: «Es macht für uns als Hersteller keinen Sinn, einen der Rennställe als Werksteam zu deklarieren, da wir den Regeln entsprechend alle Kunden mit der gleichen Antriebseinheit ausrüsten müssen. Dieser Vertrag bringt alle beteiligten Parteien in die gleiche Position.»

Yamamoto erzählt auch stolz: «Wie schon bei den Verhandlungen mit Toro Rosso haben wir auch in den Gesprächen mit Red Bull Racing zu dieser Vereinbarung viel Respekt erfahren. Wir schätzen es sehr, dass die Entscheidungsträger uns mit dieser Haltung begegnen, obwohl sie die Schwierigkeiten, die wir in den vergangenen drei Jahren in der Formel 1 hatten, miterlebt haben. Und auch wenn wir keine weiteren Details zum Vertrag veröffentlichen wollen, kann ich bestätigen, dass es sich um ein faires Abkommen für beide Seiten handelt. Wir wollen die hohen Erwartungen, die das Team hat, erfüllen, deshalb werden wir alles daran setzen, die Entwicklung im nächsten Jahr noch weiter voranzutreiben.»

Der Kopf des Motorsport-Programms von Honda gesteht, dass mit dem neuen Motorenkunden der Druck steigt, der auf den Schultern der Japaner lastet. «Red Bull ist eines der Top-Teams», erklärt er. «Es hat mehrere Titel gewonnen und in diesem Jahr auch schon gewisse Rennen für sich entschieden. Es ist auch offensichtlich, dass sie ein sehr gutes Chassis haben, was unsere Chancen auf Rennsiege steigert. Das motiviert alle Mitarbeiter von Honda zusätzlich, auch wenn natürlich der Druck und die Verantwortung auf unserer Seite gross ist.»

Yamamoto verspricht: «Wir wollen nicht, dass die Performance von Red Bull Racing unter dem aktuellen Niveau fällt, unser Anspruch ist es, dass dieses Team noch besser abschneidet als zum aktuellen Zeitpunkt. Auch an unserer Partnerschaft Toro Rosso wird sich nichts verändern.»

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