Masashi Yamamoto: So kam Honda zu Red Bull Racing

Von Agnes Carlier
Formel 1
Masashi Yamamoto

Masashi Yamamoto

Masashi Yamamoto spricht darüber, wie sich Honda mit Red Bull Racing verbündet haben und was sich der Auto- und Motorradhersteller vom Bündnis mit den vierfachen Weltmeistern verspricht.

Es war DIE Nachricht der vergangenen Woche: Honda rüstet 2019 und 2020 die vierfachen Formel-1-Weltmeister von Red Bull Racing mit Motoren aus, als zweites Team neben der Scuderia Toro Rosso. Honda-Rennchef Masahi Yamamoto: «Für uns ist das der logische Schritt. Wir erhalten ein zweites Team, das wird die Entwicklung weiter beschleunigen. Toro Rosso und Red Bull Racing auszurüsten, das ermöglicht Synergien, wie sie bei keiner anderen Kombination von Rennställen möglich wäre. Red Bull ist genau jene stabile Basis, die wir brauchen, um Siege anzustreben. Wir führten lange Gespräche mit Red-Bull-Rennchef Dr. Helmut Marko. Wir teilen die gleichen Ziele.»

«Uns hat Eindruck gemacht, mit welchem Respekt das Haus Red Bull unserer Firma begegnet. Auch wir haben sehr viel Hochachtung dafür, was Red Bull im Motorsport leistet. Das ist die Grundlage unserer Kooperation. Wir haben Dr. Marko und Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner im vergangenen Jahr nach dem Rennen in Suzuka in unser Entwicklungszentrum von Sakura eingeladen. In Montreal vor zwei Wochen, habe ich ihnen gezeigt, welche Entwicklungen wir für diese Saison noch planen. In allen Details. Ich habe ihnen auch dargelegt, welche Schritte wir schon geschafft haben, einschliesslich Evo-Stufe 2, die in Kanada gekommen ist. Das hat sie überzeugt.»

Der Motor für Red Bull Racing wird natürlich Honda heissen. Der Logik zufolge müsste auf das Triebwerk RA618H der Saison 2018 im kommenden Jahr der RA619H folgen.

RA steht dabei seit den ersten Rennmotoren in den 60er Jahren für «Racing Automobile», 6 für sechs Zylinder, 18 (oder 19) für das Jahr, H für Hybrid.

Die Tatsache, dass Red Bull Racing die britischen Sportwagenfirma Aston Martin als Hauptsponsor behält, stört Yamamoto nicht: «Aston Martin steht für Sportwagen, eine Überschneidung gibt es da nur mit unserem Modell NSX. Wir haben das auf Vorstands-Ebene besprochen. Der ganze Vorstand findet, das sei kein Problem. Es ist eigentlich ganz lustig. In Tokio, gegenüber unserem Hauptquartier, hat sich vor kurzem ein neuer Autohändler eingerichtet. Für welche Marke? Für Aston Martin. Welch ein Zufall!»

Klar fragen sich die Fans: Kann Honda schon 2019 mit Red Bull Racing ein Wörtchen um den WM-Titel mitreden? Yamamoto meint: «Eine schwierige Frage. Natürlich muss das letztlich das Ziel sein. Mercedes und Ferrari liegen noch immer vorne. Wir müssen Leistung zulegen. Jeder weiss, dass Red Bull Racing das wohl beste Chassis der Formel 1 baut. Also müssen wir sie mit dem bestmöglichen Motor ausrüsten. Ich habe dem Vorstand gesagt: Red Bull Racing ist unsere Chance, der Welt zu zeigen, was wir wirklich können. Aber dazu müssen wir weiter zulegen.»

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