McLaren-Teamchef Andrea Stella: «Mercedes hat die Messlatte höher gelegt»
Die F1-Teams hatten beim Shakedown-Test in Barcelona nicht nur die eigene Arbeit, sondern auch die Konkurrenz im Blick. McLaren-Teamchef Andrea Stella sagt, wer einen guten Eindruck hinterlassen hat.
Wenn die Formel-1-Rennställe zum ersten Test ausrücken, haben sie alle Hände voll zu tun. In diesem Jahr ist die Herausforderung besonders gross, weil die neuen Regeln eine neue Fahrzeug- und Motorengeneration hervorgebracht haben. Dennoch fanden die Teamverantwortlichen auch Zeit, die Auftritte der gegnerischen Mannschaften mitzuverfolgen.
Dabei durften sie feststellen, dass Mercedes eine beachtliche Standfestigkeit an den Tag legte. George Russell und Kimi Antonelli drehten insgesamt 500 Runden, was für hochgezogene Augenbrauen bei der Konkurrenz sorgte, wie etwa Andrea Stella in seinem jüngsten Interview, das auf der offiziellen Website des McLaren-Teams zu finden ist, betont.
«Was die Performance angeht, ist es natürlich sehr schwierig, eine Einschätzung vorzunehmen, da wir nicht wissen, wie die Programme, Spritmengen und Arbeitspläne der anderen Teams ausgesehen haben», holt der McLaren-Teamchef aus. «Hinzu kommt, dass die Bedingungen nicht den normalen Umständen entsprachen, die wir an den Rennwochenenden erleben.»
«Allerdings ist es klar, dass es mindestens drei Gegner gibt – Mercedes, Ferrari und Red Bull Racing – die gut in die Vorsaison gestartet sind. Speziell das Team aus Brackley hat die Messlatte höher gelegt, und wir müssen uns ins Zeug legen, damit wir das auch hinbekommen», lobt Stella die Top-Rivalen seiner Mannschaft.
Daraus schliesst der Ingenieur: «Die Tatsache, dass die drei von mir genannten Teams mit drei verschiedenen Antriebseinheiten ausgestattet sind, ist ein erster Hinweis darauf, dass es zumindest bei einigen der Motor-Lieferanten keine extremen Unterschiede in Bezug auf die absolute Leistung geben dürfte.»
«In diesem Jahr wird es mehr denn je darauf ankommen, dass die Teams und Fahrer ihr Paket optimal nutzen und in die richtige Richtung weiterentwickeln», ist sich Stella sicher. «Das Kräfteverhältnis, das wir in der ersten Saisonhälfte sehen werden, wird mit ziemlicher Sicherheit nicht dasselbe sein wie in der zweiten Hälfte, denn die Weiterentwicklung wird speziell in der frühen Phase bedeutende Fortschritte hervorbringen.»
Vor dem nächsten gemeinsamen Test in Bahrain steht für McLaren noch ein Filmtag auf dem Programm. Auf dem Wüstenkurs wird erst Oscar Piastri im MCL40 ausrücken, bevor Lando Norris am nächsten Tag das Steuer übernimmt. Am letzten Testtag werden sich der Weltmeister und sein australischer Teamkollege die Arbeit dann aufteilen.
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