Max Verstappen: «Ricciardo ist einer der Besten»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Max Verstappen

Max Verstappen

Red Bull Racing-Talent Max Verstappen spricht über seine jüngste Form, die Abwesenheit seines Vaters Jos und die Chance, auch 2019 an der Seite von Daniel Ricciardo auf Punktejagd zu gehen.

Seit Max Verstappen das Rennwochenende in Monte Carlo hinter sich gebracht hat, zeigt die Formkurve des 20-jährigen Red Bull Racing-Talents wieder nach oben: Beim siebten Kräftemessen des Jahres in Montreal sicherte er sich den dritten Rang, in Frankreich durfte er sogar aufs zweithöchste Podesttreppchen.

Damit sammelte der ehrgeizige Niederländer in nur zwei Rennwochenenden 33 WM-Zähler. Zum Vergleich: Sein Teamkollege Daniel Ricciardo kam in diesen beiden Rennen jeweils als Vierter auf nur insgesamt 24 Punkte. Der Vorsprung des Australiers auf seinen Nebenmann schrumpfte damit auf 28 Zähler.

Verstappen beteuert dennoch, seinen Fahrstil nicht verändert zu haben. Im Fahrerlager von Spielberg erklärte er gewohnt nüchtern: «Ich habe nicht wirklich etwas geändert, manchmal läuft es einfach nicht in die richtige Richtung. Dann muss man hart arbeiten, um das zu ändern.»

Und der dreifache GP-Sieger stellte auch klar: «Es ging schon in Barcelona in die richtige Richtung, denn in Monaco ist das Crash-Risiko immer hoch, und das passierte dann leider auch. Von da an lief es aber immer gut.» Dass sein Wiedererstarken etwas mit der neuen Abwesenheit seines Vaters Jos zu tun hat, wollte Verstappen nicht bestätigen.

Dass der frühere GP-Pilot seit dem Strassenrennen in Monte Carlo nicht mehr in der Box von Red Bull Racing zu sehen war, habe nichts mit seiner Form zu tun, betonte der Junior. «Es war nicht geplant, dass er mitkommt. Er hat sein eigenes Programm und ich habe auch eine kleine Schwester, die dreieinhalb Jahre alt ist. Ich selbst sehe sie nicht so oft, aber er will natürlich Zeit mit ihr verbringen, was auch normal ist. Ausserdem kommt er dieses Wochenende hierher», verriet er.

Für das Heimspiel seiner Mannschaft hat sich das Formel-1-Talent viel vorgenommen. Auf die Frage, was auf dem Red Bull Ring für ihn möglich sei, antwortete er: «Ich denke, ein Podest wäre schon sehr gut. Wir hatten in den jüngsten beiden Rennen hier jeweils einen Top-3-Platz erzielt, aber man darf nicht vergessen, dass der Wettbewerb seit 2016 intensiver geworden ist und wir 2017 auch Glück hatten, weil uns eigentlich die Pace fehlte, um das Podest zu verteidigen.»

«Das Problem ist, dass du bei der Fahrzeug-Abstimmung nicht einfach den Abtrieb herunterschrauben kannst, denn diesen brauchst du, um schnell durch die Kurven zu kommen. Wir wissen, dass wir auf den Geraden vergleichsweise etwas zu langsam sein werden. Und es ist kniffliger als in Kanada oder Frankreich, das auszugleichen, da kann man nicht einfach etwas Flügel wegnehmen», schilderte der 68-fache GP-Pilot.

Und was sagt Verstappen zur GP-Zukunft seines Teamkollegen Ricciardo, der sich noch nicht entschieden hat, ob er dem Rennstall aus Milton Keynes treu bleiben soll. «Die Chancen sind gross, dass er bleibt, denn er ist ja schon hier», ist sich der jüngere der beiden Red Bull Racing-Stars sicher. Und er schwärmt: «Er ist ein grossartiger Stallgefährte, wir haben sehr viel Spass zusammen, aber sobald wir im Auto sitzen, treiben wir uns auch gegenseitig zu immer neuen Höchstleistungen an. Ich geniesse es, mit ihm zu arbeiten und ich denke, er ist gleichzeitig einer der besten Stallgefährten, die man im Fahrerlager finden kann. Er ist auch einer der härtesten, was den Wettbewerb angeht. Deshalb ist es perfekt, ihn als Teamkollegen zu haben.»

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