Valtteri Bottas (Mercedes): «Ein schlechter Scherz»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Für Valtteri Bottas dauerte der Österreich-GP keine 14 Runden

Für Valtteri Bottas dauerte der Österreich-GP keine 14 Runden

Die Pechsträhne von Valtteri Bottas geht weiter: Der Mercedes-Pilot musste auch beim neunten WM-Lauf in Spielberg eine bittere Pille schlucken – bereits zum vierten Mal in diesem Jahr.

Vor dem Start zum Österreich-GP hatte Toto Wolff noch mit Blick auf die Qualifying-Bestzeit seines Schützlings Valtteri Bottas betont: «Valtteri hat die Pole verdient, er hatte so viel Pech in den vergangenen Rennen, in Baku hätte er gewinnen sollen, in Shanghai hätte er gewinnen können und auch in Le Castellet wurde er seiner Chancen beraubt. Ich glaube an Karma und denke, dass er für das ganze Pech, das er hatte, bald auch einmal eine Portion Glück abbekommen wird.»

Doch auch beim neunten WM-Lauf war ihm Fortuna nicht hold: Bottas schaffte nur 13 Runden und wenige Kurven, dann musste er seinen Renner am Streckenrand abstellen. Der Grund: Im Silberpfeil mit der Nummer 77 fiel plötzlich der Hydraulik-Druck. Statt des erhofften ersten Saisonsiegs gab es daher null Punkte – zum zweiten Mal in diesem Jahr, nachdem er in Baku bereits in Führung liegend durch einen Reifenplatzer aus dem Rennen geworfen worden war.

Und was war in Shanghai und Le Castellet los? Beim dritten Formel-1-Kräftemessen in China schaffte es Bottas durch eine schnelle Runde vor und nach dem Boxenstopp an Ferrari-Kontrahent Sebastian Vettel vorbei. Eine weitere Safety-Car-Phase sorgte aber dafür, dass er sich mit dem zweiten Platz begnügen musste – nachdem er bereits in Bahrain durch die Strategiewahl von Mercedes nur als Zweiter ins Ziel gekommen war.

Beim WM-Lauf auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet wurde er Opfer von Sebastian Vettel, der beim Start etwas zu energisch ans Werk ging und Bottas unsanft in einen Dreher schickte. Bei diesem Zwischenfall zerstörte er seinen Renner dermassen, dass nicht mehr an einen Sieg zu denken war. Bottas kämpfte sich schliesslich nach 53 Rennrunden auf dem 5,842 km langen Rundkurs als Siebter ins Ziel.

«Das Pech, das ich in diesem Jahr habe, fühlt sich derzeit wie ein schlechter Scherz an. Mein Start war nicht ideal. Ich hatte relativ stark durchdrehende Räder und es gab weniger Grip, als wir erwartet hatten. Deshalb fiel ich einige Plätze zurück. Vor Kurve 4 konnte ich mir aber zwei Plätze zurückholen und lag dann wieder auf Position 2. Danach fühlte sich das Auto stark an und es lief gut – bis ich plötzlich den Hydraulikdruck verloren habe.»

«Ich konnte nichts dagegen unternehmen», jammerte der 27-Jährige. «Und er forderte: «Jetzt müssen wir die Sache untersuchen und die Ursache für die heutigen Probleme herausfinden. Aber ich bin überzeugt, dass wir uns von diesem Ergebnis erholen werden. Es hat heute einfach nicht sollen sein. Aber eines Tages wird es wieder besser laufen.»

«Diesmal gibt es keine Entschuldigungen», betonte der leitende Mercedes-Ingenieur Andrew Shovlin. Und er merkte selbstkritisch an: «Wir waren nicht zuverlässig genug, wir haben nicht die richtige Strategie-Entscheidung getroffen, unsere Starts waren nicht gut genug und wir sind nicht bestmöglich mit den Reifen umgegangen.»

«Bis Silverstone haben wir also viel zu tun und wir müssen uns voll darauf konzentrieren, die heutigen Schwachstellen zu beheben. Heute ist einer der härtesten Tage, die wir je als Team an einer Rennstrecke erlebt haben», weiss der Brite, der aber auch gleich klarstellt: «Aber es ist nicht der einzige harte Tag, dem wir uns je stellen mussten. Wir wissen, wie man Probleme behebt. Und wir sind immer gestärkt daraus hervorgegangen. Jetzt bleiben uns ein paar Tage, um uns neu zu sortieren und diese Schwierigkeiten vor Silverstone zu lösen. Dort wollen wir dann jene Leistung abrufen, von der wir wissen, dass wir dazu in der Lage sind.»

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