Sebastian Vettel, Lewis Hamilton: Sorgen mit Reifen

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel gegen Lewis Hamilton, die nächste Runde

Sebastian Vettel gegen Lewis Hamilton, die nächste Runde

​Die WM-Favoriten Mercedes und Ferrari spielen Bedenken wegen der Reifen herunter. Fakt ist: Wer den britischen Grand Prix in Silverstone gewinnen, muss sein Reifen-Management im Griff haben.

Bei den besten zwei Formel-1-Rennställen der Gegenwart wird Unbekümmertheit vorgeschützt. Mercedes-Teamchef Toto Wolff meinte am Samstagnachmittag im Fahrerlager der britischen Traditionsrennstrecke: «Wir haben am Freitag am Ferrari Blasen auf den Reifen erkannt, ihre Dauerläufe waren nicht spektakulär.» Ferrari-Star Sebastian Vettel konterte: «Das heisse Wetter erzeugt bei uns keine Sorgen in Sachen Reifen. Wir haben am Freitag einen guten Eindruck davon bekommen, was wir mit diesen Walzen anstellen können. Unser Renn-Speed stimmt.»

In Wahrheit schleicht die Sorge durchs Fahrerlager, verstohlen wie ein Dieb. Toto Wolff lässt durchblicken: «Generell ist es so, dass unser Auto Hitze nicht mag. Wir hatten vom dritten freien Training zum Qualifying eine Pistentemperatur, die um zehn Grad anstieg, das hat sich ausgewirkt. Wir erwarten die gleichen Umgebungstemperaturen für Sonntag. Es könnte für alle ein schwieriger Grand Prix werden.»

Am Renntag wird es in Silverstone mindestens so warm wie im Abschlusstraining: Es ist mit Pistentemperaturen um 50 Grad zu rechnen, es wird ein bildschöner Sommertag bei 28 Grad. Experimente hat im Qualifying keiner gewagt, die Top-Ten gehen also nicht mit verschiedenen Reifentypen ins Rennen wie in Le Castellet oder auf dem Red Bull Ring.

Pirelli-Rennchef Mario Isola: «Es ist wärmer als die meisten fürs britische GP-Wochenende erwartet hätten. Die Top-Ten-Fahrer haben sich alle für die Mischung weich entschieden, weil sie im Qualifying einen Zeitvorteil von einer Sekunde pro Runde bot. Wie sehr dieser gelb markierte Reifen abbauen wird, das wird der entscheidende Faktor bei der Strategie sein.»

Theoretisch ist ein Einstopper der schnellste Weg bis ins Ziel: Also die ersten 18 oder 19 Runden auf dem weichen Pirelli, dann auf der mittelharten Mischung bis ins Ziel (Renndistanz 52 Runden).

Isola weiter: «Gut möglich, dass einige Fahrer mit hohem Reifenverschleiss kämpfen werden, dann müssten sie früher zum Stopp hereinkommen, und eine Zweistoppstrategie wäre denkbar.»

Die ginge so: 12 Runden auf den weichen Walzen, nochmals weiche Walzen für die nächsten 12 Runden, dann auf mittelharten Pneus bis ins Ziel.

Denkbar auch, dass der harte Reifen zum Einsatz kommt, hier in England erstmals in dieser Saison an einem GP-Wochenende verwendet (blau markiert). Der Fahrplan dafür sieht 13 bis 16 Runden auf dem weichen Reifen vor, dann Wechsel auf die harte Mischung.

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