Alain Prost (Renault): Von Daniel Ricciardo verblüfft

Von Mathias Brunner
Formel 1
Alain Prost

Alain Prost

​Die französische Rennlegende Alain Prost enthüllt: «Daniel Ricciardo verblüfft mich. Ich hätte nicht gedacht, dass er zu Renault will.» Der vierfache Weltmeister Prost sagt, was er am Australier besonders schätzt.

Es war die Hammermeldung der angeblichen Formel-1-Sommerpause: Daniel Ricciardo geht zu Renault. Einer, der davon so überrascht war wie die meisten von uns – Alain Prost. Der 63jährige Sonderberater von Renault sagt im Podcast «Beyond the Grid» der Formel 1: «Als wir mit Daniel Gespräche aufgenommen haben, verlief das sehr offen. Ricciardo weiss genau, worauf er sich einlässt, er hat im Grand-Prix-Sport schon fast alles erlebt. Ihm ist klar, dass er 2019 nicht Weltmeister werden kann. Renault wird immer besser, gewiss, aber das braucht Zeit.»

Der 29jährige Australier ist gewillt, Renault diese Zeit zu schenken. Er hat sich für 2019 und 2020 verpflichtet. Der 51fache GP-Sieger Prost gibt zu: «Ehrlich gesagt, war ich davon überrascht, dass Daniel sagte „ja, ich fahre bei euch“. Er wird uns zu neuen Grenzen treiben. Wenn ein GP-Sieger wie er am Lenkrad sitzt, dann erhöht das intern den Druck, aber das ist positiver Druck.»

«Der grosse Vorteil von Ricciardo ist – Ricciardo! Ich finde seinen Charakter eindrucksvoll. Er ist ein absoluter Siegfahrer, jeder konnte in den letzten Jahren sehen, welche brillanter Pilot er ist. Dazu ist er einfach ein netter Kerl, das ist wichtig für den Teamgeist. Für Renault ist es wichtig: Er kommt aus einem Siegerrennstall. Er ist reif genug, um Unterschiede zwischen einem Top-Team und einem Mittelfeldrennstall zu erkennen, an welchen Details wir arbeiten müssen. Er wird uns eine grosse Hilfe sein. Wir setzen derzeit Stück um Stück jenes Puzzles zusammen, das uns am Ende zu einem Top-Team machen wird. Daniel Ricciardo ist ganz wichtig bei diesem Wachstum.»

«Was das Marketing angeht, so könnten wir uns keinen besseren Piloten vorstellen. Daniel ist ein lustiger Geselle. Und du kannst reden, mit wem du willst – es gibt keine Kontroversen mit ihm. Ich bin sehr angetan, wie er in den Rennen fährt. Er ist einer der besten Angreifer der Branche. Und er hatte in der Regel seine Stallgefährten im Griff.»

«In einem Aufbauprozess wie bei uns ist das Wir-Gefühl elementar. Wir sind eine grosse Firma, die Erwartungen sind riesig, das erzeugt Druck. Da brauchst du zwei Fahrer, die keinen Ärger erzeugen, sondern die harmonieren. Ich bin sicher, das werden wir mit Daniel Ricciardo und Nico Hülkenberg haben.»

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