Sebastian Vettel nur 5.: Ferrari – Bluff oder Sorgen

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel: «Wir haben viel Arbeit vor uns»

Sebastian Vettel: «Wir haben viel Arbeit vor uns»

​Hamilton-Jäger Sebastian Vettel liegt nur auf Platz 5, Kimi Räikkönen Sechster. Vettel liegt mehr als eine halbe Sekunde hinter seinem WM-Rivalen. Das sieht nicht gut aus für Ferrari.

Hat Ferrari die Karten nicht aufgedeckt, oder stehen die Italiener bereits wieder mit dem Rücken zu Wand? Auf eine schnelle Runde ist Lewis Hamilton besser, im Dauerlauf ist Mercedes schneller, im Schnitt um eine halbe Sekunde. Was ist da los?

«Kein einfacher Tag», gibt Vettel im Interview zu. «Wir scheinen recht weit von der Spitze entfernt zu sein. Wir tun uns auf eine Runde schwer, und auch der Dauerlauf ist nicht, was wir uns vorgestellt hatten. Ich glaube, bei uns haben die Reifen schneller abgebaut als an den gegnerischen Autos. Das müssen wir uns anschauen. Das war kein guter Tag, das Gefühl für den Wagen ist nicht perfekt. Dazu blieb ich beim Dauerlauf ein wenig im Verkehr hängen, aber die Schwierigkeiten mit den Reifen hätten wir wohl auch bei freier Fahrt gehabt. Wir haben viel Arbeit vor uns.»

Johnny Herbert ist nicht mehr so sicher, dass Ferrari wirklich Klassenbester ist. Der dreifache Grand-Prix-Sieger Johnny meint: «Alle reden doch immer davon, dass Ferrari das schnellste Auto habe. Aber ich stelle mal ein wenig ketzerisch in den Raum – ist das wirklich so? Mercedes hat an den letzten Grand-Prix-Wochenenden brillant gearbeitet, um alles aus dem Silberpfeil zu holen, und Singapur ist das beste Beispiel dafür. Ich sehe Ferrari nicht mehr als Leader.»

DTM-Leader Paul Di Resta sagt: «Wir sollten nicht zu viel in einen Freitag hineindeuten. Aber ich mache mir Sorgen um Ferrari. Als Fan will ich doch, dass der WM-Kampf weitergeht, idealerweise bis nach Abu Dhabi. Ich will Vettel zurückkommen und siegen sehen, damit wir einen spannenden WM-Schluss erleben dürfen.»

«Ich würde nicht ausschliessen, dass Ferrari mit viel Sprit gefahren ist. Es gehört zum Spiel, dass du die Konkurrenz auch mal in falsche Sicherheit wiegen willst. Es gibt jedoch ein Gegen-Argument: Zu diesem Zeitpunkt der Saison wissen die Rivalen ziemlich genau, was die Gegner so im Schilde führen und was ein Auto an einem bestimmten Tag wirklich wert ist. Die Dinge können sich schnell ändern in der Formel 1. Ich hätte ehrlich gesagt nie erwartet, dass Mercedes und Hamilton in Singapur eine so starke Leistung zeigen. Auch Ferrari kann das Ruder herumwerfen.»

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Mathias Brunner
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