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Vor USA-GP Austin: Probleme bei Mercedes-Benz!

​Ferrari wollte im Abschlusstraining zum USA-GP Kimi Räikkönen auf Pole-Position hieven – mit einer anderen Reifentaktik als Mercedes. Ohne Erfolg. Gemäss Pirelli ist das Vorgehen von Ferrari nutzlos.

Formel 1

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Lewis Hamilton kann in Texas zum fünften Mal Formel-1-Weltmeister werden. Ferrari wollte den Briten in die Zange nehmen: indem Kimi Räikkönen auf Pole-Position gehievt wird, dank der Verwendung ultraweicher Pirelli, indem der Finne dann an der Spitze Bremsklotz spielt, womit vielleicht Vettel aufschliessen kann, der von Startplatz 5 ins Rennen gehen muss (nach seiner Strafe von drei Rängen zurück). Aber der Plan von Ferrari hat grundsätzlich nicht geklappt: Kimi war nur sieben Hundertstelsekunden langsamer als Hamilton, aber das machte eben den Unterschied zwischen der schnellsten Quali-Zeit und der drittschnellsten (dazwischen Vettel).

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Sorgen bei Mercedes-Benz am Sonntagmorgen: Beide Silberpfeile in den Boxen ohne Getriebe, wie mein Kollege Michael Schmidt von auto, motor und sport als Erster entdeckte. Nach einem Leck am Wagen von Bottas wurden sicherheitshalber Wasserpumpen gewechselt. Die Daten zeigten, dass auch der Wagen von Lewis Hamilton defektgefährdet war!

Nun sieht die Ausgangslage für den Grossen Preis der USA so aus: Hamilton startet auf superweichen Pirelli, Kimi schräg dahinter auf ultraweichen, dann folgen Valtteri Bottas, Daniel Ricciardo und Sebastian Vettel, alle auf superweich. Ferrari muss darauf hoffen, dass Kimi gleich beim Start oder in den ersten Runden an Hamilton vorbeikommt. Denn sonst wird es für den Finnen ganz schwierig. Die Statistik spricht ohnehin gegen Kimi: Seit Abu Dhabi 2016 hat "Iceman" in der ersten Runde eines Rennens keine Position mehr gewonnen!

Pirelli sagt: Die schnellste Renntaktik besteht aus einem ersten GP-Segment auf superweichen Walzen (rot markiert), mit einem Stopp im Fenster zwischen den Runden 18 und 24, dann der einzige Reifenwechsel auf weich (gelb). Die Einstopptaktik mit einem Beginn auf ultraweichen Pirelli (violett) ist ein wenig langsamer: Wechsel im Raum zwischen den Runden 14 und 20, dann auf weichen Reifen bis ins Ziel.

Vier Fahrer sind strafversetzt: Sebastian Vettel, in der Quali von Hamilton knapp geschlagen, verliert seinen zweiten Platz. Weil er im freien Training unter roter Flagge zu wenig verlangsamt hatte, muss er um drei Ränge zurück, daher Startplatz 5.

Pierre Gasly (im ersten Quali-Segment noch Siebtschnellster) startet wegen des Einbaus neuer Motorteile von Rang 19. Sein Toro-Rosso-Stallgefährte Brendon Hartley ist gar Letzter, auch bei ihm baute Honda neuen Motorteile ein, zudem musste im Wagen des neuseeländischen Sportwagenweltmeisters ein neues Getriebe eingebaut werden. Kein Fahrer ist in diesem Jahr öfter strafversetzt worden, nämlich fünf Mal.

Ein neues Getriebe für Max Verstappen bedeutet, dass auch der Niederländer fünf Strafplätze aufgebrummt erhält.

Was uns sonst noch aufgefallen ist: Bei allen Formel-1-Rennen, die zuvor an einem 21. Oktober stattfanden, fiel die WM-Entscheidung – 1984 in Estoril zu Gunsten von Niki Lauda, 1990 in Suzuka zu Gunsten von Ayrton Senna, 2007 in Interlagos zu Gunsten von Kimi Räikkönen.

Und noch etwas spricht für Lewis Hamilton: Der Brite hat bislang jeden USA-GP gewonnen, zu welchem er aus der ersten Startreihe losfuhr, ob das nun in Indianapolis war oder in Austin.

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