Sebastian Vettel: Grösse in Niederlage gegen Hamilton

Von Mathias Brunner
Formel 1
​Ferrari-Star Sebastian Vettel hat in der Niederlage gegen Lewis Hamilton Grösse gezeigt: Kurz nach der Zielflagge gratulierte er dem Briten sogleich, dann schaut er in der Mercedes-Benz-Box vorbei.

Wahre Grösse erleben wir nicht im Sieg, sondern in der Niederlage. Sebastian Vettel macht kein Geheimnis daraus, dass sein WM-Traum in Mexiko endgültig geplatzt ist. Das hinderte ihn nicht daran, sogleich nach dem Ende des Grossen Preises von Mexiko sofort bei Lewis Hamilton vorbeizuschauen, um ihm aufrichtig zum Titel zu gratulieren. Was er dem Engländer gesagt hat, wissen wir nicht. Das Gesicht des Briten zeigte aber – es hat ihn sehr gefreut.

Später tauchte im Strategieraum von Mercedes-Benz ein ungewöhnlicher Gast herein: Sebastian Vettel. Der Heppenheimer schritt an den milde erstaunten Mercedes-Mitarbeitern vorbei, um den Strategen zu gratulieren, Technikchef James Allison, Ingenieur Pete Bonnington, Strategiechef James Vowles. Er zeigte allen Anwesenden Daumen hoch, dann verliess er die Mercedes-Box wieder.

Vettel blickt auf seinen Mexiko-GP zurück: «Während des Rennens dachte ich nicht daran, dass ich die Entscheidung vielleicht nach Brasilien hinauszögern kann. Ich versuchte, mich auf mein Rennen zu konzentrieren. Max war vorne ziemlich weit weg. Ich versuchte, ihn ein wenig zu ärgern. Ich wollte ihm den Sieg nicht kampflos zu überlassen. Aber letztlich war er zu schnell.»

«Lewis Hamilton hat den Titel verdient, es war mir wichtig, ihm von Herzen zu gratulieren. Wir sind als Menschen sehr verschieden, aber ich bewundere seine Leistungen auf der Rennstrecke und spüre einen grossen gegenseitigen Respekt.»

«Heute bin ich niedergeschlagen, dass der WM-Traum vorbei ist. Wir haben einige Chancen genutzt, aber andere leider liegengelassen. Einige Situationen muss ich auch auf meine Kappe nehmen, siehe Hockenheim. Aber noch will ich nicht auf die Saison zurückblicken. Es geht für uns noch um die Markenwertung.»

«Es gab einige Rennen, da sollte es einfach nicht sein. Gleichzeitig fuhr Lewis makellos, er hat unsere Schwächen gnadenlos ausgenutzt. Wir haben sehr viel lernen müssen, das nehmen wir in die kommende Saison mit. Wir lassen den Kopf nicht hängen, sondern wollen in den nächsten beiden Rennen eine starke Leistung zeigen und die Saison auf einer positiven Note beenden.»

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Mathias Brunner
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