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Exklusiv: Jonathan Rea über die Stärken und Schwächen der Honda Fireblade

Am 20. Januar 2026 begann für Jonathan Rea in der Superbike-WM ein neuer Karriereabschnitt als Testfahrer von Honda. SPEEDWEEK.com traf sich mit ihm nach seinem ersten Arbeitstag zum Interview.

Superbike WM

Im Artikel erwähnt


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Die beschämende Honda-Statistik der vergangenen Jahre kann beinahe jeder im SBK-Paddock auswendig herunterbeten. Letzter Sieg im Trockenen: Jonathan Rea 2014 in Imola. Letzter Sieg: Nicky Hayden im Regen von Sepang 2016. Podestplätze seit der werksseitigen Rückkehr 2019: sechs.

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Unübersehbar ist aber auch, dass Honda bei den Superbikes, ebenso wie in der MotoGP, enorme Anstrengungen unternimmt, um den Anschluss an die Spitze zu schaffen.

Anfang 2025 wurde ein Testteam mit Sitz in England installiert und neben dem treuen Tetsuta Nagashima Anfang November Superbike-Rekordchampion Jonathan Rea als Entwicklungshelfer verpflichtet. Der Nordire kehrt damit zu jener Marke zurück, mit der 2008 seine unvergleichliche WM-Karriere begann, die in sechs Titeln, 119 Siegen und 264 Podestplätzen gipfelte.

Am 20. Januar 2026, am Tag vor dem ersten großen Wintertest 2026, trat er in Jerez seinen neuen Job an. «Körperlich war ich nicht bei 100 Prozent, in meinem vor zehn Wochen operierten Knie habe ich immer noch starke Schmerzen», erzählte Johnny im Vieraugengespräch mit SPEEDWEEK.com. «Besonders in Rechtskurven strauchelte ich etwas. Und dann habe ich mir im Flieger auch noch eine Erkältung eingefangen. Es war aber trotzdem schön, mit der neuen Aufgabe zu beginnen – sie ist anders. Wenn du ein Motorrad von außen betrachtest, bist du immer neugierig, wie es sich fährt. Das war ein guter Tag, um den Startpunkt zu verstehen, wo wir mit dem Team stehen.»

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Jonathan Rea von Honda-Elektronik überrascht

«Seit 2014 hat sich das Motorrad sehr verändert», hielt der 38-Jährige fest. «2020 kam das komplett neue Bike, seither gab es mehrere Updates. Positiv ist, dass ich nach meiner Honda-Zeit bei Kawasaki und Yamaha zusätzliche Erfahrungen sammeln konnte, die Informationen helfen dabei, die Stärken und Schwächen des Bikes einzuordnen. Von der Elektronik war ich angenehm überrascht, das Hauptaugenmerk müssen wir darauf legen, mehr mechanischen Grip am Hinterrad zu finden. Honda schuftet an sämtlichen Bereich des Bikes, ich hatte selten so viele Techniker um mich herum. Über den Winter haben sie viel an der Elektronik gearbeitet. Es ist aber nicht Sinn der Elektronik Grip zu kreieren, das ist zuerst einmal die Aufgabe des Bikes.»

Rea lobte den kräftigen Motor der CBR1000RR-R und fand weitere positive Eigenschaften: «Als ich in meiner ersten Runde auf der Geraden Vollgas gab, dachte ich mir, wie schön es doch ist, Leistung zu haben», schmunzelte Johnny, der weder bei Kawasaki noch Yamaha das leistungsstärkste Aggregat unter sich hatte. «Im vierten, fünften und sechsten Gang schiebt das Bike echt an, der Motor ist stark.»

Im vierten, fünften und sechsten Gang schiebt das Bike echt an.

Jonathan Rea über den Motor der Honda

«Ich komme mir ein bisschen vor wie damals, als ich zu Kawasaki kam», meinte Rea zu seiner neuen Rolle als Entwickler. «Ich habe damals viele Jahre mit einem Werk hinter mir gearbeitet und hatte Ingenieure an meiner Seite, die meinem Urteil vertrauten. Als Leon Haslam ankam, konnte er schnell mit dem Bike fahren, Alex Lowes ebenfalls. Es gehörte für mich also immer schon zum Job, das Motorrad zu verbessern und ich fühle mich auch wohl damit. Über die Jahre habe ich mit verschiedenen Teams, Crew-Chiefs und Elektronikern gearbeitet, die Motorräder hatten unterschiedliche Charaktere und waren in verschiedenen Entwicklungsstadien. Ich habe eine klare Vorstellung davon, wie man ein Bike schnell macht. Es liegt an den Technikern, das umzusetzen. Ich war auch in Teams, die nicht zuhören wollten und meinten, sie hätten bessere Ideen als ich.»

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