Esteban Ocon: Trotz Zwangspause viel zu tun

Von Agnes Carlier
Formel 1
Esteban Ocon

Esteban Ocon

Mercedes-Junior Esteban Ocon wird nach dem Verlust seines Cockpits im nächsten Jahr nicht in der Formel-1-Startaufstellung stehen. Trotzdem wird ihm 2019 nicht langweilig, wie er betont.

Dass im Formel-1-Startfeld 2019 kein Platz für ein Talent wie Esteban Ocon ist, sorgt nicht nur bei vielen Fans für Kopfschütteln. Auch die meisten GP-Experten sind sich einig, dass der schnelle Franzose einen Platz im GP-Zirkus verdient hat. Schliesslich hat er auch in diesem Jahr eine starke Leistung gezeigt und mit 49 WM-Punkten den zwölften Rang in der Gesamtwertung erobert.

Trotzdem wird der 22-Jährige aus Evreux im nächsten Jahr eine Zwangspause einlegen müssen. Denn aus dem erhofften Renault-Cockpit wurde nichts, weil sich Renault-Sport-Chef die unwiderstehliche Gelegenheit geboten hatte, mit Daniel Ricciardo einen mehrfachen GP-Sieger an Bord zu holen.

Obwohl auch McLaren Interesse an Ocon zeigte, ging dieser schliesslich leer aus, denn er erteilte den Briten zugunsten des Werksteams aus Enstone eine Absage, woraufhin Carlos Sainz von der Teamleitung aus Woking verpflichtet wurde.

Ocon wird sich mit der Reservisten-Rolle beim Weltmeisterteam Mercedes begnügen müssen. Als Test- und Ersatzfahrer wird er viel Zeit im Simulator verbringen, wie Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff in Abu Dhabi verriet. Hinzu könnte der WM-Achte von 2017 auch der dritte Mann der Mercedes-Kundenteams Racing Point (früher Force India) und Williams übernehmen.

Deshalb macht sich die Mercedes-Nachwuchshoffnung auch keine Sorgen, dass ihm langweilig werden könnte. Im Gespräch mit den Kollegen von «Auto Hebdo» räumte er zwar ein: «Natürlich ist es immer besser, wenn man Rennen fährt statt nur hinter den Kulissen zu arbeiten.» Er betonte aber auch gleich: «Ich werde aber auch so viel zu tun haben. Alles deutet sogar darauf hin, dass es mehr Arbeit als bisher werden könnte.»

«Ich werde bei jedem GP-Wochenende dabei sein und auch viel im Simulator arbeiten», erzählt Ocon. «Und wir werden versuchen, mir so viel Streckenzeit wie nur möglich zu verschaffen. Vielleicht werde ich auch mit meinem bisherigen Team und Williams testen. Mercedes wird mich auf jeden Fall weiterhin unterstützen und ich hoffe, dass alles nach Plan laufen wird.»

Viele Fahrerlager-Dauergäste sind sich sicher: Ocon wird 2020 im Silberpfeil sitzen und neben dem fünffachen Champion Lewis Hamilton für die Sternmarke auf Punktejagd gehen – auf Kosten von Valtteri Bottas, der in diesem Jahr unter den eigenen Erwartungen geblieben ist und trotz seines starken GP-Renners keinen Saisonsieg feiern konnte. Dies allerdings nur, weil er den GP-Sieg in Russland auf Anweisung seines Teams seinem Stallgefährten überlassen musste.

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