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Halbzeit beim Africa Eco Race: Kevin Gallas & Mike Wiedemann im Titelkampf

Halbzeit beim authentischen Africa Eco Race auf der legendären Wüstenoute nach Dakar: Mit Kevin Gallas auf Rang 2 und Mike Wiedemann auf 9 sind zwei deutsche Yamaha-Piloten bestens unterwegs.

Im Artikel erwähnt

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Das Africa Eco Race gilt als eine der bedeutendsten Rallyes der Welt. Seit 2008 führt sie die Teilnehmer über Marokko, die Westsahara und Mauretanien nach Senegal und somit zum historischen Ort Lac Rose - wie einst die Rallye Dakar. Unter den 104 Motorradfahrern 2026 sind zwei deutsche Yamaha-Piloten nicht nur vertreten - sie kämpfen ganz vorne mit um den Sieg. Kevin Gallas und Mike Wiedemann sind beide auf einer Yamaha Ténéré angetreten und somit neben der Gesamtwertung auch in der «Big Bike Klasse“» platziert - diese führt Kevin Gallas nach Etappe 5 von 13 an.

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Bis zum wohlverdienten Ruhetag am 31. Januar in Dakhla, Westsahara, war es für beide ein langer und turbulenter Weg. Erst die stürmische Überfahrt von Marseille, Frankreich, nach Tanger, Marokko, dann der abgesagte Prolog und schließlich wurde auch die erste Special Stage (Gelände-Abschnitt) wegen Schneechaos gestrichen. Was von außen nach einem Zugewinn an Entspannung und Erholung klingt, war für Kevin und Mike eher ein Sitzen auf heißen Kohlen - beide konnten es kaum erwarten, ihre Ténéré vom Asphalt in den Sand zu lenken. Auch wenn Mike auf der Liaison, also den Straßen-Abschnitten, eine klare, zusätzlichenStärke der Tenere sieht: «Wir sind am ersten Tag 800 Kilometer Straße gefahren, auf ihr merkt man deutlich weniger Vibrationen wie auf einem Einzylinder. Diesen Komfort möchte ich nicht mehr missen.»

Mit Stage 2 starteten die beiden Deutschen dann endlich in die erste gewertete Etappe, auf deren Herausforderungen sich Kevin besonders intensiv vorbereiten musste: «Ich habe viel trainiert, dazu kam die Reha, da ich mir erst im Juli letzten Jahres bei den Red Bull Romaniacs das Knie verletzt hatte.»

Davon war am Ende von Stage zwei aber zum Glück keine Rede mehr: Als Zweiter der Klasse (Platz drei gesamt) kam Kevin ins Ziel, nur rund zwei Minuten hinter dem Ersten Alessandro Botturi. Auch Wiedemann reihte sich in diejenigen ein, die sich fortan die Spitze des Rennens nennen können, und belegt Rang sieben overall, fünf unter den Zweizylindern. Der Rallye-Dakar-Finisher schreibt diese Top-Ergebnisse vor allem seinem Motorrad zu: «Beim Eco Race sind viele Abschnitte wahnsinnig schnell, also weniger technisch als bei der Dakar. Hier spielt die Tenere ihre Stärken aus und ist deutlich spurtreuer und auch viel weniger ermüdend als ein Rally-Bike. Außerdem macht sie einfach viel mehr Spaß, hat mehr Drehmoment, mehr Leistung von unten und auch das Handling ist super.»

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Ohne Zwischenfälle beendeten die Deutschen auch die folgenden Etappen drei bis fünf und meisterten die Dünen, Steinfelder und Pisten ohne Probleme. Mike fuhr sein bisher bestes Ergebnis auf Stage vier mit Platz vier (sowohl Gesamt- als auch Big-Bike-Wertung) ein, Kevin holte sich auf Etappe fünf seinen ersten Stage-Sieg und ieß sowohl alle Ein- als auch Zweizylinder hinter sich. Die Deutschen haben in der Wertung einen Teil des offiziellen Yamaha-Rallye-Team mit Motocross-Legende Gautier Paulin auf Rang 5 in der Zange. Italiens Offroad-Urgestein Botturi, der zweite offizeller Werksfahrer der Rallye-Einheit ist auf Rang 9 ebenfalls bestens unterwegs.

Nach dem Ruhetag geht es nun weiter mit Stage sechs und dem Grenzübertritt nach Mauretanien, vor dem Kevin Gallas sich entspannt, aber motiviert zeigt: «Das ist erst meine dritte Rallye, mein Team hier um Marc Bourgeois hat keine krassen Erwartungen an mich gestellt. Ich selbst bin zufrieden, wenn ich jeden Tag das Beste aus mir heraushole, meine Limits aber nicht überschreite - das ist ganz wichtig. Ich möchte kein Risiko eingehen, fahre in meiner Komfortzone und fühle mich super wohl. Die erste Woche war ziemlich gut, wenn auch nicht perfekt, und hat gezeigt, dass ich auf jeden Fall im Rennen um den Big-Bike-Sieg und auch den Overall-Sieg bin. Aber es ist noch ein sehr weiter Weg bis Dakar.»

Auch Mike Wiedemann blickt zuversichtlich in die zweite Hälfte der Rallye und ist zufrieden mit dem bisherigen Verlauf: «Ich habe es mir so vorgenommen, wie es aktuell steht. Ich wusste, wenn ich wirklich angreife und das Risiko eingehe, kann ich unter den ersten drei mitfahren. Aber tatsächlich fahre ich lieber so, dass ich heil ins Ziel komme und mich sicher fühle. Aktuell liege ich meist zwischen Platz fünf und zehn, es macht super viel Spaß und körperlich bin ich topfit - ich bin also sehr zufrieden. Mein Ziel ist es, genauso weiterzumachen und sicher in Dakar anzukommen. Und natürlich hoffe ich, dass am Ende eine Yamaha Tenere gewinnt, am besten natürlich eine deutsche.»

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