Giancarlo Fisichella: Bewegende Worte über Schumacher

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Der frühere Formel-1-Fahrer Giancarlo Fisichella hat in der Sendung «Storie Italiane» (italienische Geschichten) sein neues Buch präsentiert. Dabei spricht der 45jährige Römer auch über Michael Schumacher.

«Storie italiane», italienische Geschichten, Millionen von Fernsehzuschauern schalten sich jeweils ein, wenn Eleonora Daniele mit Menschen spricht. Die RAI-Sendung ist eine der beliebtesten ihrer Art in Italien. In der jüngsten Ausgabe hat sich der frühere Grand-Prix-Pilot Giancarlo Fisichella ins Studio gesetzt. Der Römer, zwischen Australien 1996 und Abu Dhabi 2009 in der Formel 1 satte 229 Rennen alt geworden, erzählt in seinem neuen Buch «Il profumo dell’asfalto» über sein Vollgasleben.

«Mein Vater, ein einfacher Mechaniker, war immer ein grosser Formel-1-Fan», sagt der 45jährige Römer. «Das lag in seinem Blut. Es erfüllte ihn mit unendlichem Stolz, sagen zu können – mein Sohn ist Formel-1-Pilot. Als ich Ferrari-Fahrer wurde, war dies das schönste Geschenk, das ich ihm machen konnte.»

Fisichella wurde Ferrari-Werkspilot, als Felipe Massa ersetzt werden musste. Der Brasilianer war bei einem Unfall in Ungarn 2009 schwer verletzt worden (von einer Schraubenfeder aus dem Wagen von Rubens Barrichello am Kopf getroffen), doch Massa-Ersatzmann Luca Badoer enttäuschte. Ab Monza sass Fisichella im roten Renner. «Für meinen Papa war dies das absolut Grösste. Sein Sohn: Formel-1-Pilot, Ferrari-Werksfahrer, und das in Monza. Also besser ging es nicht.»

Aber «Fisico» konnte keinen einzigen Punkt herausfahren. Seine GP-Karriere ging zu Ende, doch er blieb Ferrari verbunden. Als Formel-1-Testpilot und als Werksfahrer im GT-Sport. Der dreifache GP-Sieger Fisichella wurde 2011 LMGTE-Pro-Champion.

Bei Eleonora Daniele sprach der WM-Vierte von 2006 auch über Michael Schumacher: «Ein Mann wie er, der so oft als Racer das Leben aufs Spiel gesetzt hat, verletzt sich beim Skifahren, das ist ein grausames Schicksal. Ich würde ihn gerne umarmen und mit ihm sprechen. Ich würde ihm gerne erzählen, wie prima sich sein Sohn Mick entwickelt, dass er Rennen gewinnt, dass er vielleicht eines Tages wie sein Vater Weltmeister wird.»

Fisichella ringt sichtlich mit der Fassung, als er über seinen früheren Formel-1-Rivalen Schumacher spricht. «Wir waren Freunde. Er war ein grosser Fussball-Fan, und wir haben oft zusammen gekickt. Aus tiefstem Herzen wünsche ich mir, dass er wieder ein normales Leben führen kann. Ich versuche, mich über seinen Gesundheitszustand zu informieren, aber man weiss nichts von ihm, und ich bedaure das sehr.»

«Auf der Piste war Schumacher ein unfassbarer Gegner, er hat fürwahr Geschichte geschrieben. Es gibt mir sehr viel, mit ihm die Rennstrecke geteilt zu haben. Bei den wenigen Gelegenheiten, als ich vor ihm die Zielflagge gesehen habe, erfüllte mich eine enorme Freude.»

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