Moto3-Rookie Leo Rammerstorfer: Starke Leistung und ein kleines Experiment
Leo Rammerstorfer zeigte bei seinem Debüt als Fixstarter in der Moto3 im Thailand-GP keine Scheu vor seinen direkten Gegnern. Der Oberösterreicher kam als 16. knapp außerhalb der Punkteränge ins Ziel.
Das erste Antreten von Leo Rammerstorfer in der hartumkämpften Moto3-Klasse kann sich durchaus sehen lassen. Abgesehen davon, dass er sich keinen Fehler leistete und sturzfrei blieb, zeigte er eine vielversprechende Lernkurve. Rammerstorfer hatte kaum Anpassungsschwierigkeiten und wurde mit jeder Session schneller – im Rennen fuhr er seine schnellste Runde des Wochenendes.
Mit dem Ziel, eine Platzierung in den Top-20 zu erreichen, startete Rammerstorfer am Sonntag bei den heißesten Bedingungen der letzten Tage von Startplatz 23 aus der achten Reihe in den WM-Auftakt. «Natürlich bin ich sehr glücklich, dass ich mein Ziel erreicht habe», begann Rammerstorfer mit seinen Erzählungen nach dem Rennen. «Insgesamt muss ich sagen, dass das gesamte Wochenende sehr positiv verlaufen ist. Vor allem, wenn man bedenkt, dass es mein erstes Mal in der Weltmeisterschaft war, wo so Vieles neu und ungewohnt ist. Das fängt bei der Rennstrecke an und reicht bis zum Motorrad und zum Team. Aber ich habe mich von Anfang an sehr wohl gefühlt und bin mit jeder Session schneller geworden. Ich denke, das ist das Wichtigste für einen Rookie.»
Rammerstorfer blieb fehlerlos
Der Honda-Pilot hinterließ in jeder Hinsicht einen sehr soliden Eindruck. Seine Fehlerquote war gleich null. «Außerdem ist es mir gelungen, keine Fehler zu machen», so der Linzer. Er nannte auch sein persönliches Highlight des Wochenendes: «Das Tüpfelchen auf dem «i» war, dass ich das Rennen als Sieger meiner Gruppe beendet habe und auf Platz 16 gelandet bin. Meine Gegner sind nicht zu unterschätzen, denn Rico Salmela, Hakim Danish und Jesus Rios haben bereits JuniorGP-Rennen gewonnen oder sind zumindest auf dem Podium gelandet, und sie waren auch im Rookies Cup mit Rennsiegen erfolgreich. Ich bin ein bisschen stolz darauf, die Jungs hinter mir gelassen zu haben; das ist wirklich cool.»
Nach dieser Vorstellung fällt ihm eine Last von der Schulter, die jeder Rookie zu spüren bekommt. «Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, den wir weitergehen müssen, und ich werde selbst weiter hart arbeiten.»
Andere Strategie bei der Reifenwahl
Da für Rammerstorfer im Rennen nichts auf dem Spiel stand, wagten er und sein Team ein Experiment: «Unsere Strategie bei der Reifenwahl unterschied sich von der der meisten anderen Fahrer. Wir haben uns für die härtere Option entschieden. Das war zu Beginn vielleicht kein Vorteil, weil es etwas schwieriger war, da der Reifen noch nicht den nötigen Grip hatte. Aber gegen Ende des Rennens sind wir damit sicher nicht falsch gelegen. Ich hatte das Gefühl, dass ich in ein oder zwei Kurven etwas mehr zu bieten hatte als meine Gegner. Deshalb konnte ich mich in meiner Gruppe durchsetzen. Ich würde es dennoch als kleines Experiment betrachten, und wir können in Zukunft sicherlich noch mehr solche Dinge ausprobieren.»
Nach dem gelungenen Einstand hat der ehrgeizige Rennfahrer seinen Fokus bereits auf die WM-Runde in Brasilien gelegt: «Ansonsten muss ich sagen, dass ich mit meinem ersten Grand-Prix-Wochenende insgesamt zufrieden bin. Ich bin mit vielen Fragezeichen hierhergekommen, habe mich aber schnell recht gut zurechtgefunden. In Brasilien werde ich mich weiter an alles gewöhnen.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach