Neuer Renault-Chef Koskas weg: Jerôme Stoll bleibt

Von Otto Zuber
Formel 1
Jerôme Stoll und Thierry Koskas

Jerôme Stoll und Thierry Koskas

Das war ein kurzes Gastspiel: Marketing-Spezialist Thierry Koskas hat das Renault-Team schon wieder verlassen. Der Nachfolger von Jerôme Stoll wurde im November verpflichtet und ist schon wieder weg.

Eigentlich hätte Thierry Koskas der neue Präsident von Renault Sport werden und damit die Aufgaben von Jerôme Stoll übernehmen sollen. Dies verkündete das Werksteam Mitte November noch. Doch der frühere Marketing-Chef der Franzosen blieb nicht lange – nur 18 Tage nach dem geplanten Stellenantritt teilt der Autobauer den Abgang des Verkaufsspezialisten mit.

Damit bleibt Stoll vorerst der Präsident von Renault Sport F1, der 64-Jährige wollte eigentlich in den Ruhestand gehen. Doch die Querelen um den Verhafteten Renault-Chef Carlos Ghosn sorgten für ein neuerliches Stühlerücken in der Teppichetage der Sport-Abteilung von Renault. Für den Brötchengeber von Nico Hülkenberg und Daniel Ricciardo ändert sich damit vorerst nichts – das Team bleibt unter der Führung von Stoll und Teamchef Cyril Abiteboul.

Stoll war Wegbereiter des Abkommens mit Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone, um Renault den Sonderstatus eines Traditionsteams in der Formel 1 zu garantieren, so wie ihn Ferrari oder McLaren geniessen. Es war auch Stoll, der durchsetzte – wir brauchen einen Chef weniger, worauf Frédéric Vasseur das Werksteam in Richtung Sauber verliess.

Renault konnte in der Saison 2018 den vierten Platz in der Team-Wertung erobern und sich damit als «Best of the Rest» hinter den grossen Drei einreihen. Der Rennstall aus Enstone verfolgt ehrgeizige Pläne, wie Renault-Sport-CEO Marcin Budkowski unlängst im «Auto Hebdo»-Interview betonte. «Wir hätten im vergangenen Jahr noch besser abschneiden können, wäre es um den kurzfristigen Erfolg gegangen, aber uns geht es vielmehr darum, ein Team aufzubauen, das den Titel holen kann. Und nach drei Aufbaujahren stehen nun drei Angriffsjahre auf dem Programm», kündigte er grossmundig an.

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