Toto Wolff: Niki Lauda fehlt mir als Kampfgefährte

Von Andreas Reiners
Toto Wolff mit Niki Lauda

Toto Wolff mit Niki Lauda

Mercedes tritt ab diesem Wochenende in Australien zur Titelverteidigung an. Wer in Melbourne weiterhin fehlen wird, ist Niki Lauda. Sehr zum Leidwesen von Toto Wolff.

Niki Lauda kämpft weiterhin tapfer um seine Genesung. Die Formel-1-Legende hatte sich nach seiner Lungentransplantation zuletzt eine Grippe zugezogen. Der Saisonauftakt der Formel 1 wird in Melbourne ohne ihn über die Bühne gehen.

«Es geht bergauf. Er ist hart am Arbeiten», hatte Mathias Lauda rund um den 70. Geburtstag seines Vaters am 22. Februar erklärt. Sein Vater verbringe bis zu sechs Stunden täglich in der Reha in Wien, um seinen Körper zu kräftigen: «Er kämpft wie ein Löwe.»

Beim Saisonauftakt der Formel 1 in Melbourne kann Lauda aber nicht vor Ort sein. Sehr zum Leidwesen von Motorsportchef Toto Wolff.

«Er fehlt mir persönlich sehr stark menschlich als mein Kampfgefährte und fehlt uns auf den Strecken», sagte Wolff der APA. «Sein Feedback ist wichtig. Seine Interaktion mit den anderen Teams ist wichtig, er war ja immer unser Außenminister und in Summe ein ganz wichtiger Bestandteil dieses Teams.»

Wolff spricht jeden zweiten Tag mit Lauda. «Ich glaube, er ist aus dem Gröbsten heraus und ist auf einem Bergauf-Weg, so schnell wie möglich wieder ein normales Leben zu führen. Da gibt es immer wieder Rückschläge, aber die Tendenz ist sehr positiv.»

Dass Mercedes die Abwesenheit Laudas spüren wird, glaubt auch die Konkurrenz: «Er hätte im vergangenen Jahr noch mehr gefehlt, wenn es ein enger Titelkampf gewesen wäre», sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner der Daily Mail: «Er war vor allem für Toto eine Stütze. Das Team ist also schwächer, wenn er erst einmal vor Ort nicht dabei sein wird.»

Was den anstehenden Titelkampf angeht, bereitet Wolff sein Team auf das härteste Szenario und die größten Herausforderungen vor.

«Im vergangenen Jahr mussten wir alles geben, um uns durchzusetzen. Soweit wir es bislang sehen können, wird diese Saison sogar noch härter. Sie wird uns an unsere Grenzen treiben und das sind spannende Aussichten für jeden Einzelnen von uns», sagte er.

Wolff weiter: «Angesichts der Eindrücke aus Barcelona erwartet uns in Melbourne ein harter Kampf. Aber in einer Formel 1-Saison kommt es nicht nur darauf an, wer am besten aus den Startblöcken kommt. Unter einem neuen Reglement wie in diesem Jahr geht es auch darum, wer sich am besten an die neuen Regeln, die neuen Reifen und die neuen Herausforderungen anpasst, die wir in dieser Saison meistern müssen.»

Er weiß: «Am Ende wird das anpassungsfähigste und agilste Team an der Spitze stehen. Wir haben in der Vergangenheit bewiesen, dass wir schnell und flexibel sind und dass wir gut mit Überraschungen umgehen können. Wir sind bereit für den Kampf und freuen uns im Laufe der neuen Formel 1-Saison auf eine verrückte Achterbahnfahrt.»


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