Sebastian Vettel: Wahrheit zur Ferrari-Stallorder

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel

Sebastian Vettel

​Ferrari-Star Sebastian Vettel verrät, was ihm im Winterurlaub am besten gefallen hat, ob er sich als Jäger oder Gejagter sieht und weshalb sich die Frage der Ferrari-Stallorder von selber beantwortet.

Für die meisten Formel-1-Insider steht fest: Ferrari kann das stundenlang herunterspielen, aber die Eindrücke aus den Wintertests drängen auf – die Kugel im Melbourne-Casino namens Albert Park Circuit muss auf Rot rollen. Der vierfache Formel-1-Champion Sebastian Vettel sieht das so: «Wir stehen besser da als vor einem Jahr, weil die Wintertests vor einem Jahr nicht so gut verlaufen waren. Auch wenn wir danach zwei Rennen gewinnen konnten. Der neue Wagen scheint gut zu funktionieren, grosse Probleme hatten wir in Spanien nicht. Klar sind auch wir nervös, weil keiner weiss, was passieren wird. Aber die Stimmung im Team ist ausgezeichnet, wir sind bereit.»

Erhalten wir 2019 besseren Sport geboten? Vettel fragt zurück: «Ob wir dank der geänderten Aerodynamik besser überholen können? Schwer zu sagen, denn das gehört ja nicht zu deinem normalen Testprogramm, das zu probieren. Wann immer ich einem Wagen gefolgt bin, hatte ich jetzt aber nicht den Eindruck, dass sich viel geändert hat.»

Apropos: Wo ordnet sich Sebastian Vettel ein? Als Jäger oder als Gejagter. Seb differenziert: «Wir sind hier Jäger und Gejagte zugleich, weil alle bei null Punkten stehen. Ich will jedoch Australien so verlassen, dass wir die Gejagten sind.»

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hat im Winter gleich mal Druck vom Kessel genommen und die Rollen klar verteilt – wenn es hart auf hart geht, wird Sebastian Vettel Vorfahrt erhalten, und der junge Charles Leclerc muss vom Gas. Aber Vettel meint zur Stallorder: «Charles und ich fahren frei. Zunächst mal fährt Leclerc für sich selber und ich für mich, aber gleichzeitig wissen wir beide, wir sind Angestellte von Ferrari und verhalten uns auch entsprechend. Wir werden die WM hier weder gewinnen noch verlieren.»

Zur gewaltigen Erwartung, nicht nur der Tifosi, sagt der Heppenheimer: «Für die Medien hat sich nichts geändert. Alles fängt bei null an. Wir haben viel Leidenschaft, die wir endlich in Siege und den Titel umsetzen wollen. Es liegt in unseren Händen. Stimmung und Team-Geist stimmen. Und was die Erwartungen angeht – wenn du Zweiter bist, dann willst du gewinnen, das ist ja klar. Nochmals Zweiter zu werden, wäre einfach eine Niederlage und wird auch entsprechend eingestuft. Das verstehe ich, und das ist auch normal.»

Was hat Sebastian Vettel während seiner Ferien im Winter eigentlich am besten gefallen? Seb schmunzelt: «Am meisten gefallen hat mir, dass ich mir mein Frühstück selber zubereitet habe. Das klingt fad, aber es hat mir gefallen.»

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