Renault schon im Rückstand: Neuer Motor für Sainz

Von Mathias Brunner
Formel 1
Carlos Sainz in Bahrain

Carlos Sainz in Bahrain

​McLaren-CEO Zak Brown hat während des ersten Trainings zum Bahrain-GP bestätigt: Renault musste bei der Antriebseinheit im Wagen von Carlos Sainz zahlreiche neue Teile einbauen lassen.

Vor kurzem hat SPEEDWEEK.com-Leser Oskar Tanner aus Solothurn (Schweiz) wissen wollen: «Ich weiss, wir stehen noch ganz am Anfang der Saison, aber was sind 2019 eigentlich die Vorgaben in Sachen erlaubter Motorteile?» Generell ist die Verwendung der so genannten Antriebseinheiten (power units) wie im vergangenen Jahr streng limitiert. Wir wollen es gerne wieder mal erklären – eine moderne Antriebseinheit der Formel 1 ist reglementarisch in sechs Elemente aufgeteilt:

– V6-Verbrennungsmotor
– Turbolader
– MGU-H («motor generator unit – heat»; der Generator für jene Energie, die beim Turbolader gesammelt wird)
– MGU-K («motor generator unit – kinetic»; der Generator für die kinetische Energie, die beim Bremsen gesammelt wird)
– Batterie-Paket
– Kontroll-Elektronik 

Gestattet sind 2019: Drei Verbrennungsmotoren, drei MGU-H, drei Turbolader, aber nur zwei MGU-K, zwei Batterien und zwei Kontroll-Einheiten! Sollte ein Fahrer mehr als diese Elemente benötigen, setzt es eine Strafversetzung, ein weiteres neues Element führt automatisch zum Start am Schluss des Feldes.

Im Verlauf des ersten Trainings zum Bahrain-GP hat McLaren-CEO Zak Brown bestätigt: «Renault musste nach einem Defekt in Australien die MGU-K im Auto von Carlos Sainz ersetzen.» Damit ist im Papaya-Orange-farbenen McLaren des Spaniers bereits die zweite und letzte MGU-K verbaut. Die FIA wiederum listet am Freitagmorgen auf, dass noch Weiteres ersetzt worden ist: Verbrennungsmotor, Turbolader und auch MGU-H. Anders gesagt – nur die Batterie und die Kontrolleinheit sind noch die Gleichen wie im Albert-Park von Australien!

Carlos Sainz hat betont, welche Fortschritte Renault mit dem 2019er Motor gemacht hat, «aber die Energierückgewinnung bleibt eine Schwachstelle. Probleme mit der MGU-K gab es bereits während der Wintertests. Das müssen wir in den Griff bekommen, denn wir haben schon in Australien WM-Punkte weggeworfen.»

Gemäss Zak Brown werden bei Renault die ausgewechselten Teile derzeit durchleuchtet, in der Hoffnung, einige davon zu einem späteren Zeitpunkt der Saison wieder zum Einsatz zu bringen.

Carlos Sainz: «Die Messungen haben in Australien gezeigt, dass Renault Fortschritte in Sachen Power gemacht hat. Ich habe ja den direkten Vergleich zum letztjährigen Triebwerk, als ich fürs Werksteam gefahren bin. Du kannst das Plus an Power in der Qualifikation und im Rennen spüren. 2018 war Renault bei den Topspeed-Werten regelmässig um 10 bis 12 km/h hinten, jetzt sind es 2 oder 3 km/h. Aber der ganze Speed ist nutzlos, wenn die Technik nicht hält.»

Im ersten freien Training zum Bahrain-GP hat Carlos Sainz den siebten Platz belegt.

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Ivo Schützbach
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