Formel 1

Mattia Binotto (Ferrari): «Ich muss mit Vettel reden»

Von - 14.07.2019 19:32

​Ferrari-Teamchef Mattia Binotto spricht über das Rennwochenende in England, über den Fehler von Sebastian Vettel und über das grandiose Duell zwischen Charles Leclerc und Max Verstappen.

Die Formel-1-Fans haben einen WM-Lauf in Silverstone erlebt, der wirklich die Bezeichnung Grosser Preis verdient. Die Fans riss es von den Sitzen angesichts packender Zweikämpfe und dramatischer Szenen – wie der Kollision zwischen Max Verstappen und Sebastian Vettel. Welche Eindrücke hat Ferrari-Teamchef Mattia Binotto gewonnen?

Der Italiener sagt: «Der Grand Prix hat sehr viele verschiedene Aspekte geboten. Charles Leclerc hat ein phantastisches Rennen gezeigt in der Art und Weise, wie er attackiert und sich verteidigt hat. Wir haben immer gewusst, welch aussergewöhnlicher Fahrer er ist, heute haben das etwas mehr Menschen gesehen. Er hat sich diesen Podestplatz hart verdient.»

Hand auf Herz: Wie sehr ging bei Binotto der Puls nach oben, als sich Leclerc und Verstappen so beharkten? Mattia: «Gut, ein wenig besorgt bist du immer. Aber wir haben auch Vertrauen. Wir wissen, welches Spektakel diese Jungs am Lenkrad vollführen können.»

«Davon abgesehen war es ein schwieriges Rennen. Sebastian hat einen Fehler gemacht, er weiss das genau. Es tut mir sehr für ihn leid, ich muss mit Vettel reden. Sein Rennrhythmus, auch gemessen an Leclerc, war nicht schlecht, das muss er als Positives mit nach Hause nehmen.»

«Sebastian ist ein Vollprofi, der sich selber sehr gut einschätzen kann, auch seine Fehler. Wir müssen es schaffen, ihm ein Auto zu geben, mit dem er sich voll einbringen kann, mit einer Abstimmung, die eher nach seinem Geschmack ist. Ihm selber ist es am klarsten, dass es wichtig ist, solche Fehler nicht zu machen.»

«Uns war klar, dass Silverstone für uns nicht das einfachste Pflaster sein würde. Daher hatte uns das gute Abschneiden im Qualifying überrascht. Aber das Rennen hat Mängel in Sachen Reifen-Management verdeutlicht. Wenn wir zulegen wollen, dann muss das besser werden.»

«Wir haben ein ganz starkes Mercedes gesehen, sie haben ein hervorragend ausbalanciertes Auto. Wenn ein Fahrer wie Lewis Hamilton zum Schluss eines Grand Prix mit abgenutzten Reifen noch die beste Rennrunde fahren kann, dann sagt das alles. So etwas könnten wir nicht. Wir müssen auch sehen, dass nicht nur die Silberpfeile ganz stark gewesen sind, sondern dass auch die Autos von Red Bull Racing immer stärker werden.»


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